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Alba war das beherrschende Thema beim 3. Bürgerdialog im Chemiepark. Viele Nachbarn kamen gestern ins Info-Center und erhofften Antworten auf ihre Fragen.

Was die Recycling-Firma gegen den Gestank tun will 

Alba-Anlage soll 2020 wieder in Betrieb gehen

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Die neue Recycling-Anlage von Alba geht nicht vor 2020 in Betrieb. Mit dieser Nachricht überraschte Unternehmenssprecher Henning Krumrey beim Bürgerdialog im Chemiepark.

Ursprünglich war der Neubetrieb schon für diesen Sommer geplant. Krumrey stellte sich den kritischen Fragen der teils aufgebrachten Zollverein- und Blumensiedler. Er bat die Anwohner um Entschuldigung, dass es zu „Geruchsproblemen“ gekommen sei. Niemand habe damit gerechnet – weder die Anlagenbauer noch Behörden und Gutachter. Gestank in diesem Ausmaß werde es im Neubetrieb nicht mehr geben.

Beim Neubetrieb sollen drei neue Aktivkohlefilter-Anlagen betriebsbereit sein und die Nachbarn vor Gestank schützen. Den Bauantrag dafür prüft die Stadt zurzeit. Auch fünf Schnelllauftore sollen davor schützen, dass der Gestank nach außen dringt. Aber auch künftig könnten Geruchsbelästigungen nicht ganz ausgeschlossen werden. "Wenn wir eine dauernde Geruchsbelästigung haben, dann verkauft doch jeder sein Häuschen hier", machte Anwohner Oli Schmidt seinem Ärger Luft.

Neues Brandschutzkonzept notwendig

Die Alba-Anlage wird in Marl erst wieder ans Netz gehen, wenn das Unternehmen mit Stadt und Feuerwehr ein umfassendes Brandschutzkonzept abgestimmt hat. Auch Evonik wird am Genehmigungsverfahren beteiligt. Noch immer steht die Brandursache nicht fest, die Staatsanwaltschaft Essen wartet auf das Experten-Gutachten. 

Ein neues Brandschutzkonzept wird und muss es geben – auch wenn die Brandursache nicht eindeutig festgestellt wird, erklärte Christian Ronig, Leiter der Werkssicherheit im Chemiepark Marl. Er versprach, dass alles getan werde, damit ein Großbrand niemals auf andere Hallen im Chemiepark übergreifen kann.

Mehr zum Thema lesen Sie am Donnerstag in der Marler Zeitung.

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