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Die junge Marler Filmemacherin Anna Hepp mit ihrem Kollegen, dem „alten Meister“ Edgar Reitz. Aus diesem Gespräch, dieser Begegnung im Kinosaal der Essener Lichtburg wurde ein anderthalbstündiger Kinofilm.

Trifft sie die Hollywood-Stars?

Marlerin Anna Hepp erlebt Weltpremiere ihres neuen Films bei den Festspielen in Venedig

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Die Marler Filmemacherin Anna Hepp hat Aussichten auf einen Filmpreis in Venedig. Ihr Porträt des Regisseurs Edgar Reitz feiert dort Weltpremiere.

Edgar Reitz hatte mit seiner Serie „Heimat“ national und international Erfolg. An einem Tag fragte die junge, vielfach ausgezeichnete  Filmemacherin Anna Hepp (42) den "alten Meister" Edgar Reitz (86) nach seinen Idealen, Werten und Kraftquellen. Diesen Tag erleben die Zuschauer in dem andert-halbstündigen, sehr persönlichen Film „800 mal einsam“. Er wird beim Festival in Venedig mit acht Produktionen im Wettbewerb „Dokumentarfilm über Kino“ konkurrieren.

„Der Film ist eine Widmung ans Kino, an die deutsche Filmkunst, ans Scheitern und Lieben. Und an Edgar Reitz“, sagt Anna Hepp. In ihren Augen ist Reitz der „spannendste deutsche Filmemacher der Nachkriegszeit“ - auch weil er Denkanstöße für den Zuschauer geben will.

Kino ist für die Marlerin Gemeinschaftserlebnis 

Schauplatz von "800 mal einsam" ist eines der schönsten deutschen Kinos: die Essener Lichtburg. Für Edgar Reitz ist dieser Saal ein Raum, der auf Zuschauer wartet. Für Anna Hepp hingegen ist es ein einsamer Raum, der den Zeitgeist widerspiegelt – das schwindende Interesse an Filmkunst. Doch wenn das Kino sich füllt, wird der Raum zur Begegnungsstätte und bietet 800 Menschen ein Gemeinschaftserlebnis. Das mache die Kraft und Kultur des Kinos aus. 

Die Internationalen Filmfestspiele in Venedig laufen vom 28. August bis 7. September. Robert de Niro, Brad Pitt oder Scarlett Johansson werden dort über den roten Teppich schreiten. Interessiert die Marlerin der Starrummel? „Ihre Filme finde ich gut. Aber der rote Teppich ist für mich nebensächlich. Ich fahre sehr gern nach Venedig, um meinen Film mit meinem Team zu vertreten." 

Elf Auszeichnungen für ersten Film

Für ihren ersten Film, die eindringliche Doku „Ein Tag und eine Ewigkeit“, in der sie ihre Großmutter kurz vor deren Tod durch den Alltag begleitete, hatte Anna Hepp elf internationale Preise erhalten.

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