Entlang der S9 wurden Sträucher zurückgeschnitten.
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Entlang der S9 wurden Sträucher zurückgeschnitten.

Sträucher, Hecken und Bäume

Arbeiter schneiden Bäume entlang der Bahnstrecke zurück - Naturschützer sind sauer

  • vonJulia Grunschel
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Aufregung an der Brüderstraße: Naturschützer beobachten, wie Arbeiter Sträucher, Hecken und Bäume zurückschneiden. Dann geht das Hin und Her los.

  • Arbeiter schnitten im Auftrag der Bahn entlang der S9-Strecke Bäume zurück.
  • Die Baumschutzzeit hat jedoch begonnen - Naturschützer waren aufgebracht.
  • Die Arbeiten sind abgebrochen worden.

Das Geräusch von Motorsägen schreckte am Montag Anwohner der Brüderstraße in Marl auf: Im Böschungsbereich der Bahngleise der Linie S9 beobachteten sie, wie Arbeiter Sträucher, Hecken und Bäume zurückschnitten. Sogar von Fällungen war die Rede – und das, obwohl am 1. März die Baumschutzzeit begonnen hat. Naturschützer erinnerte das an eine ähnliche Vorgehensweise im vergangenen Jahr. Die Bahn hatte sich damals sogar beim Naturschutzbund entschuldigt.

Hin und Her in Marl 

Die Nabu-Mitglieder erwirkten nach einem Hin und Her einen Stopp der Arbeiten. Aber der Reihe nach: Nach den Anrufen besorgter Bürger teilte die Pressestelle der Bahn uns gestern am frühen Nachmittag auf Nachfrage mit, dass es sich bei den Arbeiten um Vegetationsarbeiten zur Verkehrssicherung handeln würde. „Wir brauchen dafür keine Genehmigung und müssen uns an keine Schutzzeiten halten, das Allgemeine Eisenbahngesetz und die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung decken das ab, wenn die Sicht auf Signale eingeschränkt ist oder es Gefahren für den Bahnverkehr gibt“, erklärte ein DB-Sprecher. 

Im Rahmen dieser Sicherungsarbeiten seien sowohl Rückschnitte als auch Fällungen erlaubt. Die Mitarbeiter hätten mit den Vegetationsarbeiten im Norden von Gelsenkirchen-Buer angefangen und würden sich entlang der Strecke Richtung Abzweig der Linie zum Chemiepark vorarbeiten. Parallel zu unserem Telefonat mit der Pressestelle der Bahn wurde Naturschutzbund-Sprecher Erwin Gebauer aktiv. Als er von den Arbeiten erfuhr, rief er einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn aus dem Bereich Fahrwegs-pflege an. „Er hatte keine Kenntnis und wollte die Arbeiten stoppen“, teilte Erwin Gebauer uns mit.

Arbeiten in Marl verzögert gestoppt 

Geschehen ist das allerdings mit Verzögerung: Als wir ein Foto machen wollten, liefen die Arbeiten noch. Das war auch so, als ein Nabu-Mitglied sich vor Ort davon überzeugen wollte, dass die Arbeiten unterbrochen wurden. Der entsprechende Bahn-Mitarbeiter aus dem Bereich der Fahrwegspflege wurde noch einmal kontaktiert. Er habe dann im Beisein des Naturschützers die Arbeiter aufgefordert, den Einsatz zu unterbrechen. Das taten sie dann auch. 

Auch in Sinsen waren Fällungen ein Thema.

Gefällte Bäume in Marler Naturschutzgebiet werfen Fragen auf: Was passiert mit den Stämmen?

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