Lena Schulz aus Marl vor der Skyline der kalifornischen Metropole San Francisco, wo sie mit ihrer Au-pair-Familie einen Urlaub verbringen durfte.
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Lena Schulz aus Marl vor der Skyline der kalifornischen Metropole San Francisco, wo sie mit ihrer Au-pair-Familie einen Urlaub verbringen durfte.

Ausschreitungen in Amerika

Au-pair aus Marl erlebt den Tod von George Floyd in den USA: "Ein Schock für mich..."

  • Martina Möller
    vonMartina Möller
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Lena Schulz aus Marl hält sich aktuell als Au-pair in den USA auf. Was sie dort nach dem Tod von George Floyd erlebt, schildert sie im Gespräch mit uns.

  • Lena Schulz aus Marl erlebt die Unruhen in den USA selbst mit. 
  • Die 19-Jährige befindet sich als Au-pair in Amerika.
  • Sie will auch trotz der Corona-Krise dort bleiben. 

Auch in Spokane im US-Bundesstaat Washington kam es nach dem Tod von George Floyd zu Demonstrationen gegen Rassismus. "Natürlich war es ein Schock für mich, zu hören, dass ein Mann von einem Polizisten für etwas umgebracht wurde, für das ein Weißer vielleicht ‚nur‘ eine Gefängnisstrafe bekommen hätte, aber man hört hier tagtäglich von Geschichten wie dieser", so Lena Schulz aus Marl

Au-pair aus Marl erfährt au dem Internet von den Ereignissen

Von den Ereignissen in Minneapolis hat die 19-Jährige aus dem Internet erfahren. Sie lebt als Au-pair bei einer Familie mit drei Kindern in Spokane und hat sich zu Beginn der Corona-Krise entschieden, ihren Job weiterzumachen und nicht nach Deutschland zurückzukehren. Auch jetzt kehrt sie nicht nach Marl - wo der Eichenprozessionsspinner gerade wieder sein Unwesen treibt - zurück. 

Marlerin in den USA: Aktuell gibt es wieder Unruhen

Aktuell gilt vor Ort wegen der Unruhen in den USA eine Ausgangssperre ab 19 Uhr. Freunde in Seattle haben sogar berichtet, dass sie dort ab 17 Uhr nicht mehr aus dem Haus dürfen. Die Proteste in Spokane begannen am Sonntag, knapp eine Woche nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd. "Die meisten Menschen bleiben friedlich, doch dann kamen Leute von außerhalb und fingen an, Gewalt anzuwenden, was dazu führte, dass Polizisten Tränengas einsetzten und sogar ein SWAT-Team (taktische Spezialeinheit) kommen musste, um die Situation zu regeln", schildert die Marlerin

Lena Schulz aus Marl: "Der Präsident versteckt sich!"

Ob sie die Kritik am Verhalten des US-Präsidenten Donald Trump wahrnehme? Darauf antwortet Lena Schulz aus Marl - wo die Feuerwehr zu einem Großeinsatz ausrücken musste: „Ja, auf jeden Fall! Gerade jetzt, wo das Land seinen Präsidenten braucht, versteckt er sich in seinem Bunker und droht sogar mit Militäreinsätzen, um die Proteste zu stoppen. Es wird auch sehr kritisiert, wie er sich selber für alles lobt, was er für Dunkelhäutige getan hat, obwohl das ja nicht wirklich zu 100 Prozent stimmt.“ 

Lesen Sie mehr über die Au-pair-Vorbereitung von Lena Schulz und ihren Aufenthalt in den USA in der aktuellen Ausgabe der Marler Zeitung und im E-Paper.

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