Am Landgericht Essen wird gegen den Tierpfleger verhandelt
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Am Landgericht Essen wird gegen den Tierpfleger verhandelt

Prozess in Essen

Marl: Ausraster und Zerstörungswut bringen Tierpfleger vor Gericht

  • Werner von Braunschweig
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Vor dem Essener Landgericht hat der Prozess gegen einen 36-jährigen Tierpfleger begonnen. Er hinterließ bei seinen Ausrastern eine Spur der Zerstörung, die bis nach Marl reichte. Auch sein Nachbar war vor ihm nicht sicher.

Nach einer Serie von zerstörerischen Wutausbrüchen droht einem psychisch kranken Tierpfleger die Zwangseinweisung in die geschlossene Psychiatrie. Vor dem Essener Landgericht geht es um um mehr als 20 bedenkliche Zwischenfälle. Der 36-jährige soll im Frühjahr eine Spur der Verwüstung hinterlassen haben, die von Dorsten bis nach Marl reicht.

Am 5. April soll der 36-Jährige von seinem Balkon im ersten Obergeschoss auf die Terrasse seines verhassten Nachbarn geklettert, eine Glastür eingetreten und in der Wohnung des Nachbarn Gegenstände zerstört haben. Dann soll er wieder auf seinen Balkon hochgeklettert und von dort aus mit einem Messer gedroht haben. Immer wieder habe er Steine von seinem Balkon gegen die Glasscheibe seines Nachbarn geschleudert haben.

Glaswand am Theater Marl zertrümmert

Knapp einen Monat zuvor soll der 36-Jährige bereits nachts an einer Bushaltestelle am Theater in Marl randaliert haben. Laut Staatsanwaltschaft zertrümmerte der Dorstener dort gegen 3.40 Uhr eine Glastrennwand. Bei einem weiteren Ausraster in einer Dorstener Sparkassenfiliale soll der 36-Jährige zudem am 28. März unter anderem einen Geldautomaten und einen Heizkörper im Wert von 9000 Euro demoliert haben. Darüber hinaus soll der Tierpfleger auch in einem Jobcenter und einer Polizeiwache ausgerastet sein und dabei einem Polizisten ins Gesicht gespuckt haben.

Drogenkranker Angeklagter

Der 36-Jährige aus Dorsten ist drogenkrank. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit davon aus, dass der als schuldunfähig eingestufte Mann ohne eine langfristige und kontrollierte psychiatrische Behandlung (oder auch eine Drogenentzugstherapie) jedenfalls aktuell eine ernsthafte Gefahr für die Allgemeinheit ist. Seit April ist der 36-Jährige bereits vorläufig in der LWL-Forensik in Herne untergebracht.

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