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Die Gartenansicht auf das Klara Hospiz, das am Lipper Weg auf dem Gelände der Alten Schmiede gebaut wird.

5000 Quadratmeter großes Grundstück

Baubeginn für das Klara Hospiz: Dann soll es losgehen

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Die Corona-Krise bremst auch das Projekt, für das sich seit 2016 viele Marlerinnen und Marler engagieren. Die Träger bleiben aber zuversichtlich.

  • Die Spenden für das Hospiz gehen zurück wegen der Coronakrise.
  • 14 Monate werden für den Bau veranschlagt.
  • Dieses Jahr soll der Bau beginnen.
Der Bauantrag ist seit Dezember eingereicht. Die Alte Schmiede hat ihr Domizil am Lipper Weg verlassen und ist nach Brassert gezogen. Der Abriss der alten Gebäude steht an. Doch jetzt heißt es abwarten. „Wir halten an unseren Zielen fest und hoffen auf weitere große Unterstützung“, sagt Manfred Rosenberg, der zusammen mit Dr. Andres Schützendübel ehrenamtlich die Geschäftsführung der Klara Hospiz Marl gGmbH innehat. Möglichst bald soll der Baubeginn für das Hospiz auf dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück an der Paracelsusklinik erfolgen.

Beide nutzen die Zeit, um sich intensiv um die Finanzierung des Hospizes zu kümmern. Denn Benefizveranstaltungen wie das zunächst im März geplante Konzert gibt es derzeit nicht und wird es auch in nächster Zeit nicht geben. „Viele Unterstützer des Klara Hospizes haben derzeit sicher mit anderen Problemen zu kämpfen“, so Manfred Rosenberg. Die Spenden für das Klara Hospiz gehen zurück – und noch fehlt Geld für das Projekt. Die Baukosten sind mit insgesamt2,9 Millionen Euro veranschlagt, die ausschließlich aus Spenden aufgebracht werden müssen.

Marl: 14 Monate Bauzeit

In Kürze stehen unter anderem Gespräche mit Stiftungen an. Ziel der Trägergesellschaft ist es, von Beginn an für den Betrieb des Hospizes möglichst zwei Drittel der Gesamtkosten selbst aufzubringen. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass bei Aufnahme der Gäste fünf Prozent der Gesamtkosten von der Klara Hospiz gGmbH selbst zu tragen sind. Das entspricht etwa 200.000 bis 250.000 Euro im Jahr. Wie berichtet, ist der Baubeginn für das neue stationäre Hospiz im Laufe dieses Jahres geplant. Als Bauzeit werden 14 Monate eingeplant. Für das Baugrundstück hat die Stadt Marl mit der Klara Hospiz gGmbH einen Erbbauzinsvertrag über 99 Jahre geschlossen.

Die Bauplanung unter Leitung des Architekten Werner Garbrecht, Inhaber der DAA Dr. Abrahamson Architekten Garbrecht und Huss in Essen, ist weit vorangeschritten. Aktuell stehen noch letzte technische Berechnungen aus. Gleichzeitig werden die Bauausschreibungen vorbereitet. Das Klara Hospiz soll möglichst mit regionalen Bauunternehmen errichtet werden. Insgesamt wird es im Hospiz zehn Einzelzimmer, jeweils mit eigenem Bad und Terrasse geben, sowie zwei gleichwertig ausgestattete Zimmer für Menschen, die einem der Gäste nahestehen. Eine Schlafgelegenheit für Angehörige, Sitzgruppen sowie Radio/TV-Einheit mit Internetanschluss sind für alle Zimmer vorgesehen. Für die Gäste ist ein zentraler Ess- und Wohnbereich mit Terrasse geplant. Alle Zimmer haben Zugang zum abgeschirmten Gartenbereich. Ein separates Pflegebad mit Hubbadewanne, geeignet für entspannende Farb- und Klangtherapien, ist ebenfalls fest eingeplant. Unterstützer für eine künstlerische Ausgestaltung dieses Raumes werden noch gesucht.

Marl: Der Raum der Stille ist besonders wichtig

Ein Spender für die rund 20.000 Euro teure Spezial-Wanne hat sich schon gemeldet. Besonderer Bedeutung kommt im stationären Hospiz dem Raum der Stille zu, einem Ort der Ruhe, der Einkehr und des stillen Gebets. Gut vier Jahre sind ins Land gezogen, seitdem aus der Idee, ein stationäres Hospiz für Marl und Umgebung zu bauen, der Förderverein entstand, der mittlerweile mehr als 1000 Mitglieder hat. „Bisher wurde das Vorhaben als Bürgerauftrag verstanden. Dem schließen sich hoffentlich noch viele weitere Unterstützer an“, so Manfred Rosenberg.

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