+
Die Krankenhäuser bereiten sich wieder auf den Normalbetrieb vor. 

Corona-Pandemie

So bereiten sich die Krankenhäuser in Marl wieder auf den Normalbetrieb vor

  • schließen

Das Marien-Hospital behandelt wieder „ausgewählte“ Patienten. Bei Notfällen sollen die Krankenhäuser vor Angst einer Infektion bloß nicht gemieden werden.

  • Die Krankenhäuser in Marl bereiten sich die Rückkehr in die Normalität vor.
  • Viele Patienten meiden derzeit Krankenhäuser.
  • Die Intensivbetten sind aufgestockt worden.

Gesundheitsminister Spahn sieht Deutschland im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus auf gutem Weg. Deshalb sollen die Kliniken ab Mai schrittweise in den Regelbetrieb zurückkehren. Das Marien-Hospital verfolgt bereits eine Exit-Strategie. Hier werden „ausgewählte Patienten“ behandelt – je nach medizinischer Notwendigkeit. 

Die Paracelsus-Klinik will in den nächsten Wochen zur Normalität zurückkehren. Unter strengen Hygienerichtlinien werden neben Notfall- und Corona-Patienten auch andere Patienten ambulant oder stationär behandelt, teilte Dr. Klaus-Peter Riesener, ärztlicher Direktor am Marien-Hospital, mit. Über die Sekretariate der Fachabteilungen können Patienten Sprechstunden-Termine vereinbaren. Das Marien-Hospital appelliert an Bürger mit starken Symptomen, auch in Zeiten der Pandemie den Rettungsdienst zu rufen oder eine Notaufnahme aufzusuchen: „Viele unserer Patienten meiden gerade generell Krankenhäuser, weil sie Sorge haben, sich zu infizieren“, erklärt Dr. Andreas Weigand, Geschäftsführer des Klinikverbundes. 

Marl: Bei Notfällen ins Krankenhaus gehen

Notfälle von Menschen mit akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie mit Anzeichen für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall seien in den letzten Wochen stark zurückgegangen. „Leider kommen viele unserer Patienten zu spät ins Krankenhaus, beispielsweise mit einer verschleppten Entzündung – das kann lebensgefährlich enden“, warnt Guido Bunten, kaufmännischer Betriebsleiter des Katholischen Klinikverbunds, zu dem auch das Marien-Hospital gehört. Bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall komme es auf jede Minute an.

Die Paracelsus-Klinik hat sich seit Mitte März an die Bitte der Landesregierung gehalten, alle planbaren Eingriffe zu verschieben. Patienten sollten sich aber im Notfall nicht scheuen, das Ambulanzzentrum aufzusuchen. Am Klinik-Eingang kontrolliert das Personal die Gäste, schränkt Besuche ein und misst Fieber. Ständig werde im Krankenhaus desinfiziert und geputzt. Ärzte und Pflegekräfte tragen Mundschutz. Nach eigenen Angaben hat die Klinik in Normalzeiten 30 Intensivbetten. Deren Anzahl wurde auf 106 aufgestockt, davon 66 mit unmittelbarer Beatmung. Die Leitung des Hülser Krankenhauses will sich nun die Hinweise des Bundesgesundheitsministers für Lockerungen ansehen und in den nächsten Wochen umsetzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Millionen-Coup mit falschem Geldtransporter: Urteil erwartet
Millionen-Coup mit falschem Geldtransporter: Urteil erwartet
Nicht auf Biegen und Brechen: VfB Waltrop wartet noch mit dem Wiedereinstieg
Nicht auf Biegen und Brechen: VfB Waltrop wartet noch mit dem Wiedereinstieg
SEK stürmt Wohnhaus in Essen: Mann feuert Schüsse vom Balkon ab
SEK stürmt Wohnhaus in Essen: Mann feuert Schüsse vom Balkon ab
Neue Partei in Herten: Vorsitzende gibt nach sieben Tagen bereits wieder auf - das sind die Gründe
Neue Partei in Herten: Vorsitzende gibt nach sieben Tagen bereits wieder auf - das sind die Gründe
Protest gegen AfD-Veranstaltung in der Stadthalle Waltrop
Protest gegen AfD-Veranstaltung in der Stadthalle Waltrop

Kommentare