Zu einer ekelhaften Tat soll es Anfang Juni bei einem Streit unter Marler Autofahrern gekommen sein.
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Zu einer ekelhaften Tat soll es Anfang Juni bei einem Streit unter Marler Autofahrern gekommen sein.

Auf der Kampstraße

Streit im Stau eskaliert: Autofahrer spuckt Marler ins Gesicht

  • Patrick Köllner
    vonPatrick Köllner
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Anfang Juni kam es während eines kurzen Staus auf der Kampstraße zu einer ekelhaften Aktion.

  • In Marl eskaliert ein Streit unter Autofahrern
  • Ein BMW-Fahrer spuckt aus dem Seitenfenster
  • Das Opfer erstattet Anzeige bei der Polizei

Auch fast zwei Wochen später ist Yüksel Akcabelen immer noch schockiert. Am 4. Juni wurde er Opfer einer Spuckattacke. Mit seinem Auto fuhr der Marler gegen 18 Uhr auf der Kampstraße in Richtung Brassert. Als er verkehrsbedingt anhalten musste, traf ihn der Speichel.

Marl: Streit beginnt im Stau

Die Geschichte von vorn: Yüksel Akcabelen musste seinen Wagen auf der Kampstraße anhalten. „Auf meiner Spur parkte ein Auto, darum musste ich darauf warten, dass der Gegenverkehr vorbeifährt“, sagt Yüksel Akcabelen. Weitere Autos hätten sich hinter ihm gestaut. 

Dadurch wäre es für den Gegenverkehr schwierig gewesen, voranzukommen. Direkt neben Yüksel Akcabelen kam auf der Gegenfahrbahn ein BMW zum Stehen.

„Der Fahrer ließ sein Fenster herunter und beschimpfte mich grundlos. Als auch ich mein Fenster öffnete und ihm erklärte, dass ich nicht weiterfahren könnte, spuckte er mich aus nächster Nähe an und fuhr davon“, erinnert sich Yüksel Akcabelen.

Marl: Zeuge hat keine Zeit

Der Marler stieg aus seinem Wagen aus und fragte den Fahrer des hinter ihm stehenden Autos, ob der die Spuckaktion beobachtet hätte. „Das war ein junger Mann, der mir bestätigte, dass er alles gesehen hat. Er hatte aber keine Zeit, um mit mir für eine Zeugenaussage zur Polizei zu fahren.“ Zu der fuhr Yüksel Akcabelen dann allein.

„Ich habe auf der Wache eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet.“ Außerdem hätte Yüksel Akcabelen der Polizei eine Speichelprobe des BMW-Fahrers dagelassen. Die stamme von seinem Brillenglas, auf dem die Spucke landete.

Polizeisprecherin Ramona Hörst befürwortet Yüksel Akcabelens Schritt und weist darauf hin, dass Spuckattacken vor Gericht durchaus schon als Körperverletzung bewertet wurden. „Verkehrsteilnehmer anzuspucken, ist in höchstem Maße respektlos“, sagt Ramona Hörst.

Auch in Herten kam es in einem Supermarkt zuletzt zu einer Spuckattacke.

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