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Es gibt Fortschritte beim Umbau der Kreuzkirche.

Denkmalschutz

Bund unterstützt den Umbau der Kreuzkirche - doch noch kann der Bau nicht beginnen

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Rund 360.000 Euro gibt es aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm. Der Bau kann jedoch noch nicht beginnen.

  • Die Kreuzkirche in Marl-Sinsen wird saniert.
  • Der Bund unterstützt mit rund 360.000 Euro.
  • Die Mittel sollen vor allem für die Sanierung von Dach, Fassade und Fenstern sowie den Brandschutz verwendet werden.
Diese Nachricht dürfte vielen Sinsenern wieder Hoffnung machen, dass es für die von der Evangelischen Stadtkirchengemeinde aufgegebene Kreuzkirche doch noch eine gute Zukunft gibt. Fast dreieinhalb Jahre nach der Entwidmung der Kirche warten sie darauf, dass die Bauzäune verschwinden und das inzwischen mit seinen Außenanlagen unter Denkmalschutz gestellte Gebäude saniert und wieder geöffnet wird.

Marl: Höchste erlaubte Fördersumme

Der Marler SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Groß meldete sich jetzt aus Berlin mit der frohen Botschaft, dass aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes exakt 362.864 Euro für die Sanierung der Kreuzkirche nach Marl fließen. Haushaltspolitiker Groß hatte sich in mehreren Verhandlungsrunden für das Projekt stark gemacht. Der Bund übernimmt damit 15 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von rund 2,4 Mio. Euro. „Das entspricht der erlaubten Höchstfördersumme für Denkmalschutzsanierungen in dem Bundesprogramm“, so Michael Groß.

Die Mittel sollen vor allem für die Sanierung von Dach, Fassade und Fenstern sowie den Brandschutz verwendet werden. Die ersten Pläne für das Gelände und die Kreuzkirche stellte die Arbeiterwohlfahrt Westliches Westfalen schon Anfang 2017 vor, im August 2018 folgte ein Architektenentwurf. Auf Nachfrage erklärt Geschäftsführer Uwe Hildebrandt nun: „Mit der Bewilligung von 362.864 Euro aus Denkmalschutzmitteln des Bundes ist eine wichtiger Schritt zur Finanzierung getan. Es fehlen aber natürlich noch Bewilligungen von weiteren Zuschussgebern. Erst wenn die Finanzierung der Gesamtkosten gesichert ist, von denen die AWO einen Eigenanteil rund 500.000 Euro tragen wird, kann mit dem Bau begonnen werden.“ Zwei wichtige Steine müssen vor dem Baustart noch aus dem Weg geräumt werden, so Hildebrandt. „Der Erbbaurechtsvertrag zwischen Evangelischer Kirche und Awo muss endlich unterschrieben werden. Er liegt gerade der Kirche zur Unterschrift vor.“

Bewilligung an Marler Beteiligung gebunden

Die Bewilligung der Bundesmittel Denkmalschutz ist außerdem an eine finanzielle Beteiligung der Stadt Marl gebunden. „Erst wenn die genannten Bedingungen erfüllt sind und alle Mittel, auch von weiteren Zuschussgebern, wie etwa der Stiftung Wohlfahrtspflege des Landes NRW bewilligt sind, dürfen wir beginnen. Ein sogenannter „vorzeitiger Maßnahmebeginn“ würde zum Verlust der Förderungen führen“, erklärt Uwe Hildebrandt. Einen konkreten Starttermin gibt es darum derzeit noch nicht.

Dass die Kreuzkirche Projekte aus ganz Deutschland im Wettbewerb um die Förderung des Bundes ausstach, liegt nach Ansicht von Michael Groß am überzeugenden Konzept. Die Awo plant im entwidmeten Kirchengebäude eine Kindergroßtagespflege sowie ein inklusives Stadtteilbegegnungs- und Beratungszentrum für bis zu 150 Personen. Die Awo wird Beratungen für Senioren und Mieter anbieten. Auch für Vereine, Verbände und Initiativen aus dem Stadtteil wird es wieder Räume geben.

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