In den Kindergärten werden gerade die Plätze für den Sommer vergeben. Wer in den Einrichtungen spielen darf, entscheidet sich bis Mitte März. 
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In den Kindergärten werden gerade die Plätze für den Sommer vergeben. Wer in den Einrichtungen spielen darf, entscheidet sich bis Mitte März.

Kindergarten

Darum überprüfen Marler Eltern in letzter Zeit so oft ihr E-Mail-Postfach

  • vonJulia Grunschel
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Über eine Internetseite verschicken Kindergärten seit nun einer Woche ihre Platzzusagen. Aber: Bis Mitte März ist noch alles offen.

In Marl werden in letzter Zeit wohl öfters als sonst die E-Mail-Postfächer aktualisiert. Es gibt Mütter und Väter, die seit einer Woche mehrfach am Tag ihr Postfach kontrollieren. Sie hoffen auf Post von Kindergärten. Mit Hilfe des Kita-Navigators informieren die Einrichtungen die Familien seit dem 15. Januar, wenn sie ihnen einen der heiß ersehnten Plätze anbieten. Freud und Leid liegen aktuell nah beieinander – das zeigt unsere Umfrage unter Eltern auf Facebook.

 „Wir haben eine Zusage in unserem Favoriten-Kiga bekommen und sind überglücklich“, schreibt Userin Doreen Langenberg. Ganz anders sieht es bei Userin Gül Peri aus. Weil sie in der ersten Woche des Anmeldeverfahrens noch keinen positiven Bescheid bekommen hat, ist sie verzweifelt: „Unsere Zwillinge werden im Oktober schon vier Jahre alt. Wir haben immer noch keinen Platz und sind beide berufstätig!“ Weil Familien sich zeitgleich in mehreren Einrichtungen bewerben, können sie in diesen Tagen auch von mehreren Kitas Plätze angeboten bekommen. Da sie am Ende nur einen annehmen, werden die anderen Plätze wieder neu vergeben. 

Marl: Zentrale Absage kommt am 16. März 

In den nächsten Wochen werden die Eltern weiter zittern müssen, denn noch bis zum 28. Februar läuft das Anmeldeverfahren in den Einrichtungen. „Im Anschluss daran werden die Daten verarbeitet und seitens Stadtverwaltung am 15. März dem Land NRW gemeldet“, erklärt Stadtsprecher Daniel Rustemeyer den weiteren Ablauf.

Am 16. März bekommen Eltern, die bis dahin nichts gehört haben, eine zentrale Absage, die über den Kita-Navigator per E-Mail verschickt wird. „Erfahrungsgemäß werden danach immer noch vereinzelte Plätze vergeben“, sagt Daniel Rustemeyer. Über den Kita-Navigator können Jugendamtsmitarbeiter dann abgleichen, welche Kinder die Kriterien für noch freie Plätze erfüllen – zum Beispiel hinsichtlich des Alters. Denn ein Kind, das über drei Jahre alt ist, kann natürlich nicht in eine Gruppe für Kinder unter Dreijährige aufgenommen werden. Wie viele Kindergartenplätze zum neuen Kitajahr fehlen, konnte die Stadtverwaltung bis gestern nicht mitteilen.

In Marl fehlen fast 400 Kindergarten-Plätze 

Noch bis heute werde an einer entsprechenden Aufstellung für die nächste Sitzung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses gearbeitet, der am Mittwoch, 29. Januar, ab 16 Uhr im Rathaus tagt. Für das laufende Kindergartenjahr fehlten 382 Plätze.

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