Das Herzstück der Brassertstraße ist der Abschnitt zwischen der Hervester Straße und der Kreuzung Schiller-/Bonifatiusstraße.
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Das Herzstück der Brassertstraße ist der Abschnitt zwischen der Hervester Straße und der Kreuzung Schiller-/Bonifatiusstraße.

Reise durch Brassert

Diese Marler Straße bietet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

  • Patrick Köllner
    vonPatrick Köllner
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Teil 14 unserer Straßen-Serie führt vom Marler Finanzamt bis zum Logistikzentrum der Metro.

Sie führt aus der Stadtmitte heraus nach Norden in Richtung Stadtgrenze. Die belebte und viel befahrene Brassertstraße ist etwa 3,3 Kilometer lang und hat viel zu bieten. Wir beginnen unsere Reise an der Hausnummer 1: Dahinter verbirgt sich das kaum zu übersehende Finanzamt – ein gewaltiger, türkisfarbener Bauklotz.

Gegenüber sehen wir das Theater mit dem angeschlossenem Restaurant „al teatro“. An der Kreuzung überqueren wir die Hervester Straße. Von hier bis zur Kreuzung Schiller- und Bonifatiusstraße wirkt die Straße am lebendigsten, reihen sich die Geschäfte aneinander. Einige davon stehen aber auch leer. Seit 60 Jahren vor Ort ist der Elektronikbetrieb Radio Matthes. Der aktuelle Geschäftsführer Ronny Matthes bietet unter anderem Bauteile und Service für die verschiedenen Bereiche der Unterhaltungselektronik wie Sat-Anlagen an.

Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern

Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner
Die Brassertstraße in Marl
Die belebte und viel befahrene Brassertstraße in Bildern. © Patrick Köllner

Die monatelange Großbaustelle auf der Brassertstraße im letzten Jahr, bei der die Kanalisation saniert wurde, hat Ronny Matthes‘ Betrieb ebenso überstanden wie den Beginn der Corona-Krise. „Die Bauarbeiter kamen hier wirklich schnell voran“, blickt Ronny Matthes zurück. Auch vom neuen Flüsterasphalt, durch den Autoreifen leiser werden, zeigt er sich begeistert. „Die nächste Baustelle kann aber gerne noch warten“, sagt Ronny Matthes und lacht.

Marl: Buchhandlung ist systemrelavant

Relativ gut durch die Krise kam auch die Buchhandlung Wystup auf der anderen Straßenseite. „Da unser Betrieb als systemrelevant gilt, durften wir geöffnet bleiben“, beschreibt die Angestellte Christine Koopmann die Lage bei Wystup während des Lockdowns. Sie sagt: „Viele Stammkunden hielten uns die Treue und kamen trotzdem.“ Auf seine Stammkunden konnte sich in den zuletzt schweren Zeiten auch Frank Wibbeke verlassen. Seit 1966 betreibt er ein Geschäft für Augenoptik, Hörgeräte, Uhren und Schmuck. Es liegt auf unserem Weg hinter der Kreuzung Brassert-/Bonifatius- und Schillerstraße. Den Flüsterasphalt empfindet der Optiker ebenfalls als Verbesserung. „Manchmal bringt aber auch der nichts“, sagt Frank Wibbeke und meint damit die Harley-Davidson, die laut knatternd an uns vorbeirauscht.

In der Nähe von Frank Wibbekes Geschäft gibt es übrigens Marls „älteste und kleinste Pommesbude“, wie Besitzer Gerd Bleistein versichert. Tatsächlich eröffnete der Kultbetrieb bereits 1959 und bietet seit mindestens 40 Jahren unveränderte Rezepturen an. Heute heißt der Imbiss Grillhütte 2. Das Besondere: Der Betrieb verzichtet komplett auf Plastik. Alle Verpackungen sind kompostierbar. Sogar das Besteck, das täuschend echt wie Plastik aussieht.

Marl: Auf der Brassertstraße hat sich viel verändert

Auf dem Weg zum Marktplatz passieren wir links das Stadtteilbüro. Das Gebäude, in dem heute Sozialarbeiter und Pädagogen ihre Hilfe anbieten, gehörte früher zur Videotheken-Kette „Bleck & Hauke“. Einige der Filme, die es darin früher in Form von Videokassetten zu leihen gab, liefen zuvor sogar im Magnet-Kino. Das wurde 1956 eröffnet und befand sich schräg gegenüber, rechts neben dem Marktplatz. Nach dessen Schließung in den 80ern zog dort ein Supermarkt ein. Der machte später einem Textil-Discounter Platz, der darin heute noch Ware anbietet.

Marl: Erinnerungen an die „Fete ohne Knete“

Sehr beliebt bei Jung und Alt ist die 1982 eröffnete Minigolfanlage, die Ursula Geyer seit 20 Jahren betreibt. Die 18 Bahnen liegen versteckt im Freizeitpark Brassert. Im nächsten Jahr soll die Anlage renoviert werden. Hinter dem Parkplatz an der Taubeneinsatzhalle betreten wir dann jenen Rasen, auf dem sich viele Jugendliche in den 1980ern bis in die späten 1990er auf dem Musik-Festival „Fete ohne Knete“ vergnügten. Freier Eintritt, mitgebrachtes Bier und Gespräche im „Teebus“ inklusive.

Auf dem restlichen Weg fahren wir vorbei an der Glückauf-Schule, dem Kreisverkehr zum Industriegebiet Zechenstraße und der Baustelle an der Auffahrt zur A52. Schließlich stehen wir vor dem weitläufigen Logistikzentrum der Metro. Vom städtischen Trubel zu Beginn der Reise ist in der relativ menschenleeren Gegend am Ende nichts mehr zu spüren.

Reisen mit uns auch über weitere Marler Straßen. Wie wäre es mit der Hagenstraße, dem Lipper Weg oder der Bahnhofstraße?

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