Die Kläranlage Ost am Bachackerweg: Hier wird das Zulaufschneckenpumpwerk saniert.
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Die Kläranlage Ost am Bachackerweg: Hier wird das Zulaufschneckenpumpwerk saniert.

Investition von 33 Millionen Euro

Die Kläranlagen in Marl denken mit: Wie der Lippeverband sie erneuert

  • Thomas Brysch
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Der Lippeverband investiert 33 Millionen Euro in die nachhaltige Erneuerung der Abwasseraufbereitung. Die Prozesse werden auf dem Tablet überwacht.

Von der Toilettenspülung bis zum Straßengully – die drei Kläranlagen in Marl reinigen zusammen mehr als 7,6 Millionen Kubikmeter Abwasser jährlich. Damit dieses Wasser wieder Bächen und Flüssen zufließen kann, ist eine mehrstufige, intensive Reinigung notwendig. Auf allen drei Standorten bringt der Lippeverband aktuell Technik auf den neuesten Stand. Das Besondere: Die Anlagen denken zukünftig mit.

Die Steuerung der Anlagenprozesse können die Fachleute über mobile Tablets standortunabhängig überwachen und bedienen. So lassen sich zum Beispiel Messwerte ortsunabhängig in Echtzeit prüfen und daraufhin anpassen. Dank dieser modernen Systeme wird die Arbeit schneller, einfacher und die Betriebs- und Cybersicherheit erhöhen sich. Rund 33 Millionen Euro investiert der Lippeverband in sieben Jahren in die Erneuerung seiner Kläranlagen.

Klärbecken-Sanierung in der Anlage Marl-West

Bei der Kläranlage Marl-West, der größten Kläranlage in Marl, 1964 gebaut und 1993 umfangreich instandgesetzt, saniert der Lippeverband aktuell die Nachklärbecken. Als letztes technisches Element im Reinigungsprozess wird hier das klare Wasser vom Klärschlamm getrennt.

Schneckenpumpwerk in Marl-Ost wird erneuert

Die Kläranlage Marl-Ost reinigt seit 1959 verlässlich das Abwasser. Aktuell saniert der Lippeverband hier die Abwasserbehandlung. Dazu hat er im vergangenen Jahr mit der Errichtung eines Provisoriums begonnen, das als temporärer Ersatz für das Zulaufschneckenpumpwerk und das Rechenhaus dient. Während im Zulaufbereich sich drehende Metallschnecken das Abwasser in die Kläranlage befördern, entfernen mechanische Harken im Rechenhaus Grobstoffe wie Hygieneartikel oder Laub aus dem Abwasser.

Neue Elektrotechnik in Marl-Lenkerbeck

Die Anlage Marl-Lenkerbeck ist im Vergleich die kleinste Anlage in der Stadt Marl. Errichtet wurde sie 1980. Hier steht in den kommenden Monaten die komplette Erneuerung eines Klärschlammpumpwerkes an. Vereinfacht gesagt, leitet diese Anlage den überschüssigen Klärschlamm aus dem Reinigungsprozess aus. Nicht nur die Anlage mit allen Rohrleitungen wird erneuert, sondern auch das Gebäude sowie die komplette Maschinen- sowie Elektrotechnik. Die Arbeiten sollen im Sommer 2021 abgeschlossen sein. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro.

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