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Verkäuferin Jordan Kazimiera überreicht Stammkunde Christoph Spangenberg seine Bestellung. Die Verpackung ist frei von Plastik, auch eine Tüte gibt es in der „Grillhütte 2“ nicht mehr. 

Strom aus regenerativen Energiequellen

Diese Pommesbude in Marl kommt komplett ohne Plastik aus 

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In Brassert kommt eine Pommesbude komplett ohne Plastik aus. Sie haben ihre Müllmenge halbieren können und beziehen den Strom aus regenerativen Quellen.

Der Umweltschutz macht Station in den Imbissbuden. Wer an der „Grillhütte 2“ Essen zum Mitnehmen bestellt, trägt schon seit Wochen ausschließlich umweltverträgliche Verpackungsmaterialien nach Hause. Plastiktüten gibt es nicht mehr, Schälchen sind aus Pappe. Sogar Klarsichtschalen für Salate, die sich sowohl wie Plastik anfühlen, als auch so aussehen, sind biologisch abbaubar. „Diese Verpackungen bestehen unter anderem aus Maisstärke“, erklärt uns Gerd Bleistein. Seit 1980 betreibt er eine von Marls kultigsten Pommesbuden. Die „Grillhütte 2“ befindet sich seit Jahrzehnten an der Brassertstraße 78.

Die Garagenpommesbude in Marl 

Aufgrund der um einige Meter nach hinten versetzen Lage „ist sie in Marl auch als ‚Garagenpommesbude‘ bekannt“, sagt Gerd Bleistein augenzwinkernd. Auf die Idee, seinen Betrieb umweltfreundlicher zu gestalten, kam der passionierte Segler bei einer Fahrt über den Atlantik. „Mitten auf dem Meer habe ich reichlich Müll treiben sehen. Da schwammen beispielsweise Plastiktüten im Wasser herum.“ Die letzten trockenen Sommer, weltweite Naturkatastrophen, Klimaaktivistin Greta Thunberg und die gleichzeitige Untätigkeit unserer Politiker nennt Gerd Bleimann zusätzlich als Bestätigung für ihn, „dass nur jeder einzelne in seinem Umfeld etwas für den Umweltschutz machen kann.“ 

Hälfte der Müllmenge gespart

Gesagt, getan: Der Betrieb in Brassert wurde vollständig umgekrempelt. „Seit Anfang des Jahres stammt unser Strom aus regenerativen Energiequellen“, sagt Gerd Bleistein. Der Verbrauch selbst eines relativ kleinen Imbissbetriebs wie der „Grillhütte 2“ sei durchaus enorm. „Bei 19.000 Kilowattstunden im Jahr sind das knapp zehn Tonnen an CO2-Ersparnis“, so Bleistein. Dazu kommt die deutlich verringerte Abfallmenge. „Durch die neuen Verpackungen haben wir unsere Müllmenge halbiert. Die gelbe Tonne brauchen wir eigentlich gar nicht mehr.“

Und besonders hungrige Gäste, die gleich vor Ort essen, erhalten jetzt Besteck, das anschließend gespült wird. Die von uns angesprochenen Kunden finden die Neuerungen gut. „Dass bei der Verpackung auf Umweltschutz geachtet wird, ist absolut in Ordnung“, sagt Nadine Dauber. Sie wäre sogar bereit, einen Aufpreis dafür zu bezahlen. Tatsächlich sind die Preise in der „Grillhütte 2“ trotz der Umstellung gleich geblieben.  

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