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Mit Watte, Draht und Kleister geht Bodo Borchert gegen die lästigen Raupen vor.

Raupenplage

Marler bekämpft den Eichenprozessionsspinner auf alternative Weise - Funktioniert das?

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Beim Kampf gegen die lästigen Plagegeister setzt der Marler Bodo Borchert auf ein außergewöhnliche Alternative.

Kleister, Watte und Draht - mit diesen einfachen Mitteln will Bodo Borchert dem giftigen Eichenprozessionsspinner in diesem Sommer zu Leibe rücken. Der 71-jährige Marler sagt: „Viele haben mir erzählt, wie schlimm es beispielsweise an der Knappenstraße entlang des Tierheims in Hamm war.“

Gesundheitliche Probleme, die die Brennhaare der Raupe verursachen können, hatte Bodo Borchert zwar nicht, obwohl er seit Jahren eine Unterart des Eichenprozessionsspinners in seinen Apfelbäumen findet. „Wenn ich dann allerdings Nester gesehen habe, wurde ich immer sofort aktiv und habe die Bäume von den Nestern befreit“, schildert der Künstler.

Marler setzt auf Kleister

Lange hatte er über eine Möglichkeit nachgedacht, bis der Kleister ihm in den Sinn kam. Vor zwei Monaten fing Bodo Borchert dann an in seinem Garten-Atelier mit Draht, Watte und Kleister zu experimentieren. „Kleister kostet nichts, ist weder giftig noch schadet es der Umwelt.“ Bei Regen wird der Kleister ausgewaschen und die Watte löst sich auf. Für eine optische Veränderung kann die Watte zusätzlich mit wasserlöslicher Farbe eingesprüht werden, erklärt der Künstler. „Das Tolle ist, das egal in welchem Zustand der Kleister die Raupe erreicht. Es verklebt alles. Nun möchte ich testen, ob es funktioniert.“

Kontakt zu Marler Betriebshof

Mit dem Zentralen Betriebshof (ZBH) nahm Bodo Borchert bereits Kontakt auf. Zurzeit wartet der 71-Jährige auf eine Rückmeldung. Doch allzu große Hoffnungen auf eine Zusage hat er nicht. ZBH-Chef Michael Lauche und sein Team stehen der Idee eher skeptisch gegenüber. „Die Methode ist nicht anerkannt“, sagte Lauche im Gespräch mit der Marler Zeitung. „Wir nehmen lieber die Dienste professioneller Schädlingsbekämpfer in Anspruch, die auf dem modernsten Stand sind.“

Der Eichenprozessionsspinner hat vielen Marler Bürgern im Sommer 2119 gesundheitliche Probleme bereitet. Ein natürlicher Feind der Raupen ist die Kohlmeise.

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