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Zwei Betontürme stehen schon auf dem Baufeld, auf dem gestern offiziell der Grundstein für das neue Gas- und Dampfkraftwerk im Chemiepark gelegt wurde.

Evonik & Siemens

Eine Million Tonnen CO2 weniger - dieses Kraftwerk soll 2022 im Chemiepark Marl ans Netz gehen 

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180 Megawatt Leistung, eine Million Tonnen CO2 weniger – der Bau des neuen Kraftwerks soll den Chemiepark zukunftsfähig machen.

  • Das neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerk legt 2022 los
  • Es ist das dritte Großprojekt im Chemiepark Marl.
  • Evonik und Siemens investieren einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag.

Das Ende einer Ära: Nach 80 Jahren geht im Chemiepark Marl die Erzeugung von Strom und Dampf aus Steinkohle zu Ende. Das neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerk wird 2022 ans Netz gehen. Am Montag wurde für das Gemeinschaftsprojekt des Chemiekonzerns Evonik und der Siemens Energy AG der Grundstein gelegt. 

Nachdem in den vergangenen Monaten der Spatenstich für die Erweiterung der Polyamid-12-Anlage der Evonik und der Baustart für die Cumol-Produktion der Ineos Phenol im großen Rahmen mit zahlreichen prominenten Gästen gefeiert wurden, blieb es dieses Mal auf dem Baufeld für die neue Anlage vergleichsweise leer – eine Schutzmaßnahme gegen Infektionen mit dem Coronavirus. „Wer baut, hat Vertrauen in die Zukunft“, betonte Thomas Wessel, Personal- und Arbeitsdirektor der Evonik, angesichts der aktuellen Lage. 

2022 soll das Kraftwerk in Marl in Betrieb gehen 

Als zukunftsweisend gilt die Investition am Chemiestandort Marl in der Tat. Gemeinsam investieren die Konzerne Evonik und Siemens einen „mittleren dreistelligen Millionenbetrag“ in das Kraftwerk. Es besteht aus zwei jeweils 90 Megawatt starken Blöcken mit Gas- und Dampfturbinen. 2022 geht die Anlage ans Netz. Jochen Eickholt, designierter Vorstand der Siemens Energy AG, kam aus München zur Eröffnung der Baustelle nach Marl. „Für uns ist dies ein Projekt mit Vorbildcharakter“, sagte er.

Nagelneues Kraftwerk für den Chemiepark Marl | cityInfo.TV

Nagelneues Kraftwerk für den Chemiepark Marl | cityInfo.TV

Marler Bürgermeister ist erfreut 

Bürgermeister Werner Arndt hob die Bedeutung des Projekts für die Stadt Marl hervor. „Es macht deutlich, unsere Wirtschaft funktioniert noch“, sagte er mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-Krise. Das Nachhaltigkeitskonzept für den Chemiepark hat Evonik aktualisiert. Im Jahr 2008 stießen die Unternehmen noch 10 Millionen Tonnen CO2 aus. Bis 2025 soll der Wert halbiert werden.

Lesen Sie in unserem e-Paper, was die Chemie-Industrie, auch in Marl, für Produkte entwickelt, um die CO2-Bilanz zu verbessern.

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