Auslaufendes Öl belastet die Umwelt und hält den Verkehr auf: 2019 streute die Feuerwehr eine Spur von der Halter Pforte bis zum Bahnhof Sinsen ab.
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Auslaufendes Öl belastet die Umwelt und hält den Verkehr auf: 2019 streute die Feuerwehr eine Spur von der Halter Pforte bis zum Bahnhof Sinsen ab.

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Feuerwehr Marl streut hundert Ölspuren im Jahr ab: Oft zahlen die Steuerzahler

  • Heinz-Peter Mohr
    vonHeinz-Peter Mohr
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Jedes Jahr rückt die Marler Feuerwehr mehr als hundert Mal aus, um Ölspuren abzustreuen.

Meistens muss sie nur ein paar Tropfen abstreuen, wenn Anrufer ihr eine Ölspur melden. 135 Streueinsätze weist die Statistik fürs letzte Jahr aus. Allein in den letzten fünf Tagen wurde die Feuerwehr in Marl fünfmal wegen Ölspuren alarmiert, berichtet Leiter Rainald Pöter. Vor allem wenn es regnet, bilden bereits wenige Tröpfchen einen schwimmenden Ölfilm in den Pfützen. Im Sommer dagegen trocknen Öltropfen schnell auf der Fahrbahn und fallen nicht sofort auf.

Weil der Verkehr zunimmt, rückt die Marler Feuerwehr heutzutage häufiger zu Streueinsätzen aus als noch vor zehn Jahren. In der Regel hält sich der Schaden in Grenzen. Doch ein paarmal im Jahr müssen die Kräfte über mehrere Kilometer Öl literweise aufnehmen.

Feuerwehr Marl stellt die Kosten in Rechnung

In solchen Fällen hatten Lkw nach Unfällen Betriebsmittel verloren. Oder bei einem Bus oder Müllwagen war der Hydraulikschlauch geplatzt. Das Fahrzeug verliert dann bei jedem Halt einige Tropfen und die Feuerwehr ist stundenlang damit beschäftigt, quer durchs Stadtgebiet zu fahren. Dabei gilt es, keine Zeit zu verlieren: Wenn Radfahrer auf rutschiger Fahrbahn bremsen, wird es gefährlich.

Findet die Feuerwehr den Verursacher, stellt sie ihm die Kosten in Rechnung. Nach Schätzungen von Rainald Pöter gelingt das in etwa der Hälfte der Fälle. Je nach Menge des Bindemittels und Aufwand der Entsorgungsfirma muss die Haftpflichtversicherung des Verursachers mehrere hundert Euro zahlen – oder ein paar tausend.

In der Hälfte der Fälle bleibt die Stadt Marl auf den Kosten sitzen

Was die Beseitigung von Ölspuren jährlich kostet, lasse sich schwer beziffern, so der Feuerwehrchef. Ein paar tausend Euro werden es wohl sein. Gibt es keine Hinweise auf den Verursacher, dann bleibt die Stadt Marl auf den Kosten sitzen. Und damit der Steuerzahler.

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