Steffen Hellenkamp fertigt ein Werkstück.
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Kein Fall für Homeschooling: Mit hoher Qualität wird jungen Menschen wie Steffen Hellenkamp bei Evonik das benötigte Fachwissen vermittelt.

Arbeiten bei Evonik

Ausbildung im Chemiepark Marl: Funktioniert das auch auf Distanz?

  • Thomas Fiekens
    vonThomas Fiekens
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In den Werkstätten und Laboren des Chemieparks ist die Ausbildung das Kontrastprogramm zu Homeoffice und Distanzlernen. Ohne Präsenz geht es hier nicht.

Arbeiten und Lernen von Zuhause aus ist für sie keine Alternative. Für Hunderte von naturwissenschaftlichen Auszubildenden im Chemiepark Marl gilt auch in der Coronavirus-Pandemie Präsenzpflicht. Homeoffice ist zum berufspraktischen Teil der Lehre in Werkstätten und Laboren keine Alternative – Distanz-Pipettieren funktioniert zuhause einfach nicht. Mehr als 200 Auszubildende werden Jahr für Jahr im Chemiepark ans Berufsleben herangeführt.

„Schon als kleines Kind wollte ich immer etwas Handwerkliches lernen“, sagt Tascha Schwarz. Momentaufnahmen eines Besuches in der Ausbildung, bei dem die 17-jährige mit anderen Azubis am Aufbau einer Motorsteuerung baut. Dass außerhalb des Chemieparks coronabedingte Schließungen oder Öffnungen von Schulen und Kitas Bildungsdebatten dominieren, ficht Azubi Schwarz nicht an. Wenn sie nicht gerade in der Berufsschule Theorie paukt, muss sie in die Werkstatt, anders geht es nicht.

Marl: Evonik betreibt Werkstätten im Chemiepark

Evonik betreibt Werkstätten im Chemiepark. Der Spezialchemie-Konzern investiert mit anderen Unternehmen am Standort Marl nicht von ungefähr in die sogenannte Verbundausbildung, deren Qualität manche Firma alleine nicht gewährleisten könnte. Der Anspruch ist hoch, man kann ihn so auf den Punkt bringen: Die Unternehmen bilden den Nachwuchs so aus, wie sie ihn später im Arbeitsalltag mit Blick auf ihre Spezialisierung brauchen.

Szenenwechsel: Bei den Metallern geht es ebenfalls vor Ort zur Sache. Das liegt in der Natur der Dinge, von Home-Schweißen, -Feilen und -Sägen keine Spur. Steffen Hellenkamp trägt in einer Übungs-Kabine der riesigen Metall-Ausbildungshalle dicke Schutzkleidung, ein Schweißschild schirmt die Augen ab. Während der 16-Jährige die Nähte eines Übungs-Winkelstücks ins Abkühlbad senkt und zischen lässt, erzählt er von der Ausbildung zum Anlagenmechaniker. Er kommt aus Velen, um 5 Uhr morgens geht es los zur Werkbank in Marl. Das muss man als junger Mensch erst einmal wollen. „Die Ausbildung hier ist aber einfach klasse“, meint Hellenkamp. Ein „Tag der offenen Tür“ hat ihn beeindruckt, auch Cousine und Onkel arbeiten Chemiepark. Das sagt etwas aus über Kontinuität.

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