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Niklas Toporysek und Ben Richter (re.) bauen Gaming-PCs in 19-Zoll Aluminiumfelgen ein.

PCs in Alu-Felgen

Marler Abiturienten mit pfiffiger Idee: Die Gaming-Jungunternehmer stehen vor dem Start der Produktion

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Die beiden Abiturienten aus Marl, die eine Firma zur Produktion von Gaming-PCs in Alu-Felgen gründeten, stehen derzeit in Verhandlungen mit einer Elektromarktkette in Österreich.

  • Zwei 19-jähriger Marler entwickeln einen neuartigen Gaming-PC
  • Sie präsentieren den Prototypen bei JP Performance und gründen eine Firma
  • Aktuell laufen Verhandlungen mit einer Elektromarktkette

Update, 26. Mai, 12.36 Uhr: Die beiden Marler Jungunternehmer Niklas Toporysek und Ben Richter stehen aktuell wie geplant in Verhandlungen mit einem österreichischen Elektronikmarkt. "Aufgrund der erschwerten Einreisebedingungen haben wir uns zuletzt per E-Mail und Telefon verständigt", sagt Niklas Toporysek auf Nachfrage. Die Berichterstattung durch die Marler Zeitung führte laut Toporysek zu zehntausenden Besuchen auf der Webseite der B-One GmbH.

"Bei uns gingen danach auch schon mehrere Dutzend Bestellungen ein", so der Geschäftsführer. Wann die ersten Gaming-PCs in 19-Zoll-Felgen ausgeliefert werden können, steht derzeit noch nicht fest.

Fest dagegen steht, dass die Firmengründer bei der Produktion persönlich mithelfen wollen. Niklas Toporysek: "Wir stellen zwar die Produktionshalle, die Arbeit darin übernimmt aber ein Dienstleister." Damit dessen Personal genau weiß, wie die Rechner in die Felgen kommen, stehen Niklas Toporysek und Ben Richter bereit. Niklas Toporysek: "Dann nehmen wir natürlich auch gerne selbst einen Schraubenzieher in die Hand."

Update, 5. Mai, 13.24 Uhr: Unsere Berichterstattung über die Gründung ihrer Firma schlug hohe Wellen für die Geschäftsführer Ben Richter und Niklas Toporysek. „Wir haben danach unglaublich viel Feedback erhalten, damit hätten wir nicht gerechnet“, sagt Ben Richter auf Nachfrage. Überrascht waren die beiden 19-Jährigen auch darüber, dass einige Leute am liebsten gleich bei ihnen mitgearbeitet hätten. Neues Personal ist derzeit aber Zukunftsmusik.

Außerdem hat die Serienproduktion noch gar nicht begonnen. Das könnte sich ändern, sobald die Gespräche mit einer österreichischen Elektromarktkette abgeschlossen sind. Die lagen durch die Corona-Krise zuletzt auf Eis. „Die Gespräche gehen aber voraussichtlich Mitte Mai weiter“, blickt Ben Richter positiv in die nahe Zukunft.

Unsere bisherige Berichterstattung:

Mit Gründung der Firma „B-One“ machten Ben Richter (Abi 2019) und Niklas Toporysek (steckt gerade in den Abi-Prüfungen) ihre Hobbys Videospiele und Autos zum Beruf. Wie es beruflich weitergeht, steht bereits fest. Vor zwei Jahren bastelten die beiden einen Prototypen eines Produkts zusammen, das es in dieser Kombination laut ihrer Aussage zuvor noch nicht gegeben hätte. „Das Wheel-One ist der erste Serien-Felgen-Gaming-Computer“, so Ben Richter.

Marler bauen PC in Alu-Felge

Die Schüler bauten 2018 einen für Videospiele optimierten Computer in eine Aluminiumfelge ein. Parallel knüpften die Marler Kontakte zu Jean Pierre Kraemer in Dortmund. Der Auto- und Tuningexperte Kraemer wurde durch Fernsehsendungen wie „Die PS-Profis“ bekannt. In dessen Firma „JP Performance“ sahen die Schüler ihren Wunschpartner für ihr Geschäftsmodell.

Aus Marl zu JP Performance nach Dortmund

„JP Performance stellte uns eine hochwertige Felge des amerikanischen Herstellers Rotiform zur Verfügung. Dazu sagten sie dann so etwas wie ‚macht mal‘“, erinnert sich Ben Richter. Die beiden Marler „machten“ und fertigten ein Vorführmodell an, das bei der anschließenden Präsentation bei JP Performance bestens ankam.

Marl: Schüler gründen Firma

Danach beschlossen die Marler, eine Firma zu gründen. Das Problem: Sie waren 2018 erst 17 Jahre alt. Bis sie 2019 die Firma „B-One" 2019 gründen konnten, bereiteten sich Ben Richter und Niklas Toporysek intensiv auf das Geschäftsleben vor. „Beim Startercenter NRW in Recklinghausen haben wir uns viele Informationen geholt“, sagt Ben Richter.

Marler warten auf Start der Serienproduktion

Durch die Corona-Krise liegt der Start der Serienproduktion aktuell auf Eis. Das könnte sich ändern, wenn die Verhandlungen mit einer österreichischen Elektromarktkette abgeschlossen sind. Bei entsprechendem Erfolg könnten sich die Jungunternehmer vorstellen, sich ihre Traumautos zu kaufen. Ben Richter schwärmt von einem Porsche 911, Niklas Toporysek wünscht sich einen Audi R8. Neuwagen müssten es wegen des Wertverlustes aber nicht unbedingt sein. Zur Lösung dieses Problems hat Ben Richter jedoch eine Möglichkeit parat. Augenzwinkernd sagt er: „Vielleicht könnte man die Autos dann ja als Firmenwagen anmelden.“

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