Hülsstraße

Verzweifelte Lage: Geschäftsleute in Hüls leiden unter dem Lockdown

  • Martina Möller
    vonMartina Möller
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Der Einzelhandel und die Gastronomie in Marl-Hüls leiden unter den Folgen von Pandemie und Lockdown. Unter „#wetoo“ schildern sie ihre schwierige Situation.

In der Fußgängerzone in Marl-Hüls ist am Donnerstagvormittag nicht allzu viel los. Geschäfte sind geöffnet, viele Ladentüren trotzdem geschlossen. Zutritt hat nur, wer einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen kann und vorab einen Termin ausgemacht hat. Davon machen im Hülser Zentrum nicht viele Kunden Gebrauch, berichtet Susanne Bee, zweite Vorsitzende der Werbegemeinschaft Hüls. Das derzeit geltende Modell für den Einzelhandel im Lockdown macht für Baumärkte und große Geschäfte vielleicht noch Sinn. „Für die kleinen Läden, wie wir sie hier in Hüls zum größten Teil haben, lohnt sich das nicht“, sagt die Hülserin.

Verzweifelte Lage: Geschäftsleute in Hüls leiden unter dem Lockdown

Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer.
Durch die Corona-Auflagen bleiben die Geschäfte in der Fußgängerzone Hüls oft leer. © Julia Dziatzko

Sie hat es selbst ausprobiert, einen Corona-Test und einen Termin bei NKD gemacht. „Ich war nachmittags um 14 Uhr die erste Kundin an diesem Tag“, berichtet die Marlerin.

Auf der Facebook-Seite im Internet hat sie unter dem Titel „#wetoo – unser Veto gegen die aktuelle Corona-Politik“ die Kampagne „Gesichter hinterm Lockdown“ gestartet. Einzelhändler, Gastronomen und andere Selbstständige tun ihre Sorgen und ihren Ärger kund – manche pure Verzweiflung. „Als ich anfing, hatte ich fünf, sechs, die mitmachen wollten. Jetzt sind Gewerbetreibende aus ganz Marl mit dabei, ohne dass ich jemanden gezielt ansprechen musste“, so Susanne Bee.

Wir treffen Café-Inhaber Peter Tudyka. Er schwankt zwischen Wut und Resignation: „Wir haben seit einem Jahr praktisch so gut wie keine Einnahmen.“ Er wünscht sich verlässliche, klare und einheitliche Aussagen der Politik, wie es zum Beispiel für die Gastronomie weitergehen kann. Dass er nicht mal die Außengastronomie öffnen darf, während in den Supermarkt gegenüber die Kunden strömen, ärgert ihn besonders. Er hat zu Beginn der Pandemie investiert, Hygienekonzepte gemacht, eine Luftfilteranlage angeschafft. Die Corona-Hilfen, die anfangs geflossen sind, haben gerade mal für die Fixkosten gereicht. Der Lockdown traf ihn und seine Mitarbeiter trotzdem.

Werner Wältermann fehlen auch die Schützenfeste in diesem Jahr. Er verkauft Pelze, Lederwaren, Hüte und mehr – und er stattet die Schützen mit Kopfbedeckungen und Uniformen aus. „An Corona können wir nichts ändern“, sagt er mit Blick auf die Vereinstrachten. „Aber seit Jahrzehnten wird uns versprochen, dass sich etwas tun wird, um Hüls attraktiver zu machen – und nichts passiert!“

Bei Bärbel Wilgermein verlässt gerade eine Kundin das Geschäft, die das Vorher-Testen und Terminausmachen auf sich genommen hat. „Es kommen natürlich zurzeit viel zu wenige Kunden ins Geschäft“, sagt die Inhaberin der Buchhandlung Victoria Buch am Schacht. Mit dem Online-Handel kann sie das ein bisschen ausgleichen. „Aber noch so ein Pandemie-Jahr wie das erste würde ich wohl nicht überstehen.“

Susanne Bee hat in Gesprächen mit Beschäftigten und Inhabern der Geschäfte erfahren, wie viel Leid Corona und die dauernd wechselnden Lockdown-Strategien über Familien gebracht haben. Sie kennt Geschäftsleute, die mangels Einkünften Hartz-IV beantragen und die Altersvorsorge verbrauchen, weil sie keine staatliche Hilfe bekommen. Und sie berichtet von Familien, die vom Kurzarbeitergeld der Beschäftigten leben müssen. „Haben Politiker eigentlich eine Vorstellung davon, was die Menschen mitmachen?“, fragt Susanne Bee. Sie fordert: „Es müssen neue Strukturen geschaffen werden, damit der Handel besser durch die Corona-Pandemie kommt.“

Rubriklistenbild: © Julia Dziatzko

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