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Gazi Aksu füllt bei über 50 Grad Dönertaschen.

Wie Marler die Hitze überstehen

Bei 50 Grad am Döner-Grill

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Was für eine Hitze! Rekord folgt auf Rekord. Die 37 Grad am Mittwoch in Marl könnten am Donnerstag getoppt werden.  Über 40 Grad sind möglich. Wie stellen sich Marler darauf ein, die bei diesem Wetter arbeiten müssen?

Einen der heißesten Arbeitsplätze der Stadt dürfte Gazi Aksu haben. In seinem Imbiss „Marmaris“ umgeben ihn zwei Dönerspieße, ein Kontaktgrill, eine Fritteuse und zwei Holzkohleöfen. „Hier herrschen locker über 50 Grad“, sagt Gazi Aksu, während er einen Döner zubereitet. 

Während die Leute bei Gazi Aksu wetterbedingt wesentlich weniger Döner bestellen, kann Marco Marino nicht klagen. In seiner Eisdiele am Brasserter Marktplatz ordern die Gäste zum Eisbecher jetzt verstärkt kalte Getränke, besonders Mineralwasser. „Eiskaffee und Milchshakes mit Fruchteis gehen aktuell auch gut." 

Eisverkäufer Marco Marino hat gut lachen: Derzeit bestellen sich viele seiner Gäste zu ihrem Eis zusätzlich ein Glas Wasser. Seine Verkaufsschlager sind die Klassiker Vanille, Schokolade, Erdbeere und Stracciatella.

Laderaum als Umkleide für Marler Paketboten

Richtig ins Schwitzen kommt Paketbote Lars Kallwitz. Sein Lieferwagen ist voll mit Kartons. „Mittlerweile gibt es für Zustelldienste kaum noch Unterschiede zwischen Ferien oder Weihnachtszeit“, beschreibt Kallwitz sein Arbeitsvolumen. Immerhin ist sein Wagen klimatisiert. Und sollte er zu verschwitzt sein, hat Kallwitz Ersatzkleidung dabei. Als Umkleide dient dann der Laderaum.

Viel Wasser trinkt Erol Ates. Außerdem beginnt die Arbeit auf der Baustelle an der Brassertstraße morgens früher für ihn. Auf Sonnencreme verzichtet er komplett – wenn das mal gut geht. 

Helmpflicht herrscht auch bei Sonnenschein: Erol Ates arbeitet am neuen Kanal an der Brassertstraße.

Weniger Marktkunden in Marl

Nicht so gut gehen derzeit die Geschäfte bei Geflügelhändler Michael Schedlinski auf dem Wochenmarkt in Brassert. „Bei dem Wetter kommen deutlich weniger Kunden. Wir packen im Vorfeld schon weniger Ware ein“, sagt Schedlinski.

Geflügelspezialist Michael Schedlinski kämpft mit der Hitze.

Fahrgäste der Funk-Taxi-Zentrale Marl profitieren laut Werner Hartjes davon, dass alle Wagen mit Klimaanlagen ausgestattet sind. „Über die Kühlung hat sich noch kein Fahrgast beschwert“, sagt Hartjes und erklärt, warum das Taxiunternehmen keine Einbußen verbucht: „Bei der Hitze sind die Leute froh, wenn sie gefahren werden und nicht laufen müssen.“

Auch an Hitzetagen hat Taxifahrer Werner Hartjes Kunden.

Ozonwerte steigen in Marl

Mit der Hitze steigen auch die Ozonwerte in Marl. An der Station des Landesumweltamts in Sickingmühle wurden am Mittwochabend 189 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft gemessen. Die Meldeschwelle ist damit überschritten.

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