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Sie planen den neuen Martinsmarkt (v. l.): Bernd Kaczor (Werbegemeinschaft), Heike Riediger (St. Franziskus) und Pastoralreferent Wilhelm Heek.

In Marl-Hamm

Martinsmarkt wird neu organisiert

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MARL - Die Traditionsveranstaltung findet auch in diesem Jahr statt. Allerdings an einem anderen Ort und deutlich kürzer.

Der Martinsmarkt in Marl-Hamm hat alle Stürme überstanden und ist immer noch ein Besuchermagnet für den Stadtteil. Doch jetzt ist es an der Zeit, die Veranstaltung neu zu organisieren, meint Bernd Kaczor, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Marl-Hamm, die zurzeit noch 16 Mitglieder und davon gerade mal eine handvoll Aktive zählt. „Wir können und wollen das so wie bisher nicht mehr“, erklärt er. Unterstützung bekommt er durch die katholische Pfarrei St. Franziskus. In diesem Jahr findet der Martinsmarkt nun zum ersten Mal an der Barbarakirche, Bachackerweg, statt – dort, wo derzeit jede Woche der Biergarten zahlreiche Besucher anlockt. Er wird nur einen Tag dauern und soll künftig immer an einem Freitag rund um den Martinstag am 11. November stattfinden.

Herzstück bleibt der Martinsumzug. Es wird wieder ein Kinderkarussell und einen Stand mit Süßigkeiten geben, darüber hinaus aber anders als bisher kaum noch gewerbliche Anbieter. „Wir wollen keinen vorgezogenen Adventsmarkt“, betont Wilhelm Heek, der zusammen mit Heike Riediger für die Pfarrei St. Franziskus die Federführung beim neuen Martinsmarkt übernimmt. Auch Bühnenprogramm oder Feuerwerk wird es nicht mehr geben. Stattdessen sollen noch mehr als bisher die Vereine aus dem Stadtteil Gelegenheit bekommen, sich zu beteiligen. Wie bisher werden die Schützen dabei sein und der Bergbautraditionsverein. Auch der Moscheeverein und die Alevitische Gemeinde in der Nachbarschaft sind eigenladen, beim Martinsmarkt mitzumachen.

Ein Stadtteilfest für Familien

Die größte Unterstützung kam bislang aus der Pfarrei St. Franziskus. Die Barbaragemeinde im Stadtteil Hamm organisierte mit der Käthe-Kollwitz-Grundschule den Martinsumzug, baute eigene Stände, bot für Besucher Wein und Reibekuchen an. „Es wäre ja eine Schande, wenn das alles kaputt ginge“, so Pastoralreferent Wilhelm Heek. Der Martinsmarkt soll als Stadtteilfest für Familien erhalten bleiben. Fast ein halbes Jahrhundert, genauer seit 47 Jahren, gibt es den Martinsmarkt in Marl-Hamm. Bernd Kaczors Vater gehörte zu den Mitgründern. „Damals sah es in Hamm noch anders aus“, so Kaczor. Der Marktplatz vor der Lutherkirche war das lebendige Zentrum des Ortsteils, leer stehende Ladenlokale gab es nicht. Schon seit einigen Jahren war es für Bernd Kaczor und seine wenigen Mitstreiter immer wieder ein Kraftakt, das bunte Treiben zu St. Martin mit Marktständen und Musik noch auf die Beine zu stellen – auch wenn Schützen und Knappenverein halfen. „Der Aufwand wird für alle zu groß“, sagt Bernd Kaczor. Auch die Kosten für ein Drei-Tage-Programm sind für das kleine Veranstalterteam kaum noch zu stemmen. Mit der neuen Form des Martinsmarkts ist Bernd Kaczor zufrieden. „Er wird ein Magnet für den Stadtteil bleiben“, davon ist er überzeugt. Die Werbegemeinschaft der Hammer Kaufleute wird dagegen keinen Bestand haben und sich nach dem Martinsmarkt auflösen.

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