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Mit diesem Lastenrad machen sich die Aktiven des Radentscheids auf den Weg durch Marl und sammeln Unterschriften. Ein origineller Name für das Rad wird noch gesucht. Wer eine gute Idee hat, kann sie uns mailen, mzredaktion@medienhaus-bauer.de.

So heißt das Marler Lastenrad

Hier kommt das nächste Bürgerbegehren: Wie Marl wieder fahrradfreundlich wird

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Die unabhängige Initiative „Radler-Stammtisch“will Marl als Fahrradstadt wieder stark machen – durch ein Bürgerbegehren. Mit einem Lastenrad sammeln die Aktiven Unterschriften. Aber wie soll das Rad heißen? Unsere Leser haben jetzt abgestimmt.

Update - 2. Februar, 15.27 Uhr

Marlore – für diese Namenskomposition aus Marl und Lore aus dem Bergbau entschieden sich die Leser bei der Online-Abstimmung unserer Zeitung. Das Ergebnis war knapp. Marlore erhielt 40,5 Prozent der Stimmen.

Schlechte Noten für Marl

Den Titel „Fahrradfreundliche Stadt“ hat Marl schon vor sechs Jahren verloren. Beim Fahrradklima-Test des ADFC gehört die Stadt zu den Schlusslichtern. Die Bürger gaben ihr die Note „Vier minus“. Zeit, umzusteuern, meint der  „Radler-Stammtisch“.

In seinem Bürgerbegehren wird er den Marlern die folgende Frage stellen: „Soll die Stadt Marl folgende neun verkehrspolitische Ziele in den nächsten Jahren umsetzen?“ Es folgen die neun Ziele mit detaillierten Erklärungen:

Das sind die Ziele für Marl:

1. Durchgängiges, engmaschiges Radwegenetz erstellen

2. Sichere Radwege an Hauptstraßen

3. Kaputte Radwege reparieren

4. Geh- und Radwege durchgängig und einheitlich gestalten

5. Fahrradstraßen

6. Kreuzungen komfortabler und sicherer gestalten

7. Grüne Welle für Radfahrer

8. Fahrradabstellplätze

9. Öffentlichkeitsarbeit für das Radfahren und Bürgerbeteiligung bei künftiger Verkehrsentwicklung

Sechs Prozent der Wahlberechtigten müssten in Marl das Bürgerbegehren unterzeichnen – das wären nach aktuellem Stand etwa 4100 Marler über 16 Jahren. Die Initiative ist aber optimistisch, dass sie weit mehr gültige Unterschriften zusammenbekommt. 

Jetzt ist die Stadt Marl am Ball

An Fristen ist sie bei ihrem „initiierenden“ Bürgerbegehren nicht gebunden. Trotzdem will sie es im April einreichen, damit der Marler „ R adentscheid“ noch vor der Kommunalwahl einen Schub bekommt. Denn wenn genügend Unterschriften zusammenkommen, muss der Rat sich mit dem Bürgerbegehren befassen.

Im Gemeindezentrum St. Josef hat die Initiative es offiziell angezeigt und an Baudezernentin Andrea Baudek übergeben. Jetzt hat die Stadt den Ball und muss zügig die Kosten schätzen. "Wir werden das zeitnah erledigen", versprach die Baudezernentin. Sobald die Kostenschätzung vorliegt, wird der Radler-Stammtisch mit der Unterschriftensammlung beginnen.

Auch Bürgermeisterkandidatin macht mit

Auch Bürgermeisterkandidatin Angelika Dornebeck (CDU) macht beim Radentscheid mit. Beim CDU-Neujahrsempfang hatte sie für die Idee bereits geworben.

Mehr als 200 000 Menschen haben in Nordrhein-Westfalen den "Aufbruch Fahrrad", eine Volksinitiative für die Stärkung des Radverkehrs, unterstützt.

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