In der Paracelsus-Klinik ist die Versorgung der Mitarbeiter des Klinikums Vest angelaufen.
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In der Paracelsus-Klinik ist die Impfung der Mitarbeiter des Klinikums Vest angelaufen.

400 Dosen am ersten Tag

Impfstart in der Paracelsus-Klinik Marl: Wie viele Mitarbeiter ihre Bereitschaft erklärten

  • Thomas Fiekens
    vonThomas Fiekens
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In der Paracelsus-Klinik werden seit Montag die Mitarbeiter des Klinikums Vest gegen Corona geimpft. Nicht alle der 1900 Beschäftigten haben im Vorfeld ihre Bereitschaft dazu erklärt.

Der erste Covid-19-Impftag an der Paracelsus-Klinik in Marl beginnt am Morgen um 6.20 Uhr, bis in den Abend hinein werden am Lipper Weg Spritzen aufgezogen. 400 Impfdosen hat die Klinik zum Start der Impfkampagne in besonders vom Coronavirus geforderten NRW-Krankenhäusern bekommen.

„Wir sind froh, dass die Impfung anläuft“, erklärt Krankenhausleiter Norbert Vongehr. Es geht um Personal, das im Klinikalltag nah am Menschen arbeitet. „Wenn wir vom Team reden, sprechen wir von Ärzten und Pflegern, von Therapeuten, Reinigungskräften und Technikern, von der Essenausgabe.“ Der Impfstart am Montagmorgen schließt das Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen als zweiten Standort des Klinikums Vest ein – bei einer Gesamtbelegschaft von zusammen rund 1900 Frauen und Männern. 85 % der Beschäftigten haben im Vorfeld ihre Bereitschaft zur Impfung erklärt.

Noch keine Zuteilung für Marien-Hospital in Marl

Auch dass das Marien-Hospital Marl noch keine Zuteilung erhalten hat, wirft noch einmal ein Schlaglicht auf die Impfstoff-Verfügbarkeit. Der Katholische Klinikverbund ist am Mittwoch, spätestens aber am Donnerstag an der Reihe. Auch hier zeichnet sich im Vorfeld eine ähnlich hohe Impfbereitschaft ab.

In der Paracelsus-Klinik geht es nach dem Eintreffen des extrem gekühlten und während des Transportes gut gesicherten Biontech/Pfizer-Impfstoffes, seiner Kontrolle und Aufbereitung in schneller Taktung los. Kleinbusse pendeln zwischen Marl und Recklinghausen hin und her. Das Paracelsus-Personal hat es hingegen nicht weit bis zur Impfstraße im Erdgeschoss der Klinik.

Nutzen-Risiko-Rechnung ist für Personal in Marl entscheidender Punkt

Ohne Einverständniserklärung zum Impfen und Registrierung geht es nicht. In der Impfstraße folgen die ärztliche Aufklärung, der „Piks“ in den Arm, die anschließende 15-minütige Ausklingphase, um nicht sehr wahrscheinliche, aber doch mögliche Nebenwirkungen wie beispielsweise allergische Reaktionen im Blick zu behalten.

Dass 85 % der Mitarbeiter ihre Impfbereitschaft erklärt haben, ist für Krankenhausleiter Vongehr Beleg dafür, dass die Info-Kampagne im Vorfeld entscheidend zur individuellen Nutzen-Risiko-Rechnung beigetragen hat. Gerade in einem Klinikverbund, der in der Versorgung von mehr als 650 corona-positiven Patienten einschlägige, bestürzende Erfahrungen sammeln musste. Eingesetzt werden eigene und externe Videos, es gibt Infos übers Klinik-Intranet. „Ein entscheidender Punkt ist ganz sicher auch die individuelle Beratung in Gespräche mit den Ärzten, bis hin zu Chefarzt Dr. Jens Geiseler“, meint Vongehr.

Seriöse Informationen mit allen Fragen und Antworten finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts, Paul-Ehrlich-Instituts, des Bundesgesundheitsministeriums und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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