In einem Schutzanzug saugt ein Mitarbeiter einer Spezialfirma die Raupen des Eichenprozessionsspinners mit einem Staubsauger aus einer Eiche ab.
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In einem Schutzanzug saugt ein Mitarbeiter einer Spezialfirma die Raupen des Eichenprozessionsspinners mit einem Staubsauger aus einer Eiche ab.

Saison ist noch nicht vorbei

Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner geht weiter

  • vonClaus Pawlinka
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Die chemische Vorbeugung gegen den Schädling zeigt Wirkung.

  • 880 Eichen in Marl sind von Nestern befallen
  • Eichenprozessionsspinner kann allergische Reaktionen auslösen
  • Hormonfallen bringen nicht den gewünschten Erfolg

Noch immer sind Schädlingsbekämpfer dabei, die letzten Nester der giftigen Raupen abzusaugen. Aber auch wenn die Arbeiten noch andauern: „In diesem Jahr sind viel weniger Eichen befallen als im letzten Jahr“, so Michael Lauche, Leiter des Zentralen Betriebshofes (ZBH). Insgesamt 880 Eichen wurden dem ZBH gemeldet, an denen Nester von Eichenprozessionsspinnern gesichtet wurden. 2019 lag die Zahl mit knapp 1500 deutlich höher.

Maßnahmen in Marl zeigen Wirkung

Den Grund für die geringere Zahl sieht Michael Lauche in den erfolgreichen vorbeugenden Maßnahmen des ZBH. An ausgewählten Standorten wie Schulen, Kindergärten und Spielplätzen hatte die Stadt frühzeitig die Bäume mit einem speziellen Mangrovenextrakt behandelt. Das Mittel Neemprotect schädigt den Verdauungsapparat der Raupen, sodass diese vor dem Erreichen des für Mensch und Tier gefährlichen dritten Larvenstadiums absterben. Von den 301 behandelten Eichen waren „nur“ 101 befallen.

Marl: Tierische Unterstützung

Der ZBH bekam auch von tierischer Seite Unterstützung. Im letzten Jahr hatte die Stadt 100 Nistkästen in gefährdeten Bereichen aufhängen lassen. Meisen gelten als natürliche Fressfeinde der Raupen. Leider waren nicht alle Nistkästen von Vögeln besetzt. Nur etwa ein Viertel war belegt. Aber da, wo sich die Meisen ansiedelten, hätten sie gute Arbeit geleistet. Der Versuch mit Hormonfallen, die der ZBH als Versuchsprojekt auf der Langehegge und der Halterner Straße angebracht hatte, werde aber nicht fortgeführt. Es hätte keinen durchschlagenden Erfolg gezeigt.

Übrigens: Das Entfernen eines Nestes kostet rund 80 Euro. Die Gesamtkosten für den Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner lassen sich aber noch nicht beziffern. Eine weitere Frage ist, wie die leeren, aber immer noch gefährlichen Nester entsorgt werden können. Dazu gibt der ZBH einige Tipps.

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