Der Eichenprozessionsspinner breitet sich aus
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Der Eichenprozessionsspinner breitet sich aus

Raupen auf dem Vormarsch

50 Nester an einem Baum: Ist der Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner aussichtslos?

  • vonClaus Pawlinka
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Der Kampf gegen die lästigen Raupen geht in die entscheidende Phase. Die Frage ist, ob die Maßnahmen wirken.

  • Der Eichenprozessionsspinner plagt Marler Bürger
  • Raupe kann allergische Reaktionen auslösen
  • Stadt Marl setzt auf verschiedenen Gegenmaßnahmen

Sie haben Marl weiter fest im Griff: Die giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS). Beim Zentralen Betriebshof (ZBH) trudeln immer wieder Meldungen über neue Nester ein. „Bis letzte Woche wurden in Marl rund 300 Bäume behandelt“, sagt Stadtsprecher Rainer Kohl unserer Zeitung auf Nachfrage.

Fachfirma in Marl im Dauereinsatz 

Nahezu im Dauereinsatz ist eine beauftragte Fachfirma an der Halterner Straße. Dort sei die Häufung der Nester pro Baum auffällig. Der Stadtsprecher: „Nach Auskunft unseres Schädlingsbekämpfers wurden an einem Baum allein 50 Nester gezählt.“

Alle dem ZBH gemeldeten Stellen werden notiert und begutachtet. Je nach Lage werden die Bäume mit Flatterband gekennzeichnet und die Nester dem Schädlingsbekämpfer gemeldet. Die Liste wird dann von einer Fachfirma nach Priorität abgearbeitet: Kindergärten und -einrichtungen, Schulen, Spielplätze, Seniorenheime, Krankenhäuser, Freibäder erhalten die oberste Priorität 1.

Marl: Absaugverfahren gegen die Raupen

Rainer Kohl: „Unser Auftragnehmer verwendet das Absaugverfahren. Es ist das Mittel der Wahl, wenn es um eine sensible, rückstandsfreie und kostengünstige Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner geht. Dabei werden die Gespinstnester inklusive Raupen, Gifthaaren und Häutungsresten mit speziellen Hochleistungssauggeräten entfernt und entsorgt.“ Zum Einsatz kamen auch schon Hormonfallen. Ein Marler Tüftler entwickelte zuletzt ein alternatives Gegenmittel.

Verpuppung in Marl beginnt jetzt

Allgemein lässt sich sagen, dass jetzt die Zeit der Verpuppung des EPS ist. Die Raupen ziehen sich Anfang Juli zur Metamorphose in ihre Nester zurück. Ende Juli bis Anfang August schlüpfen dann die Schmetterlinge. Sie sind unscheinbar graubraun. 

Die Nester, die nicht „erwischt“ werden, sind voll von diesen Härchen, die heruntergeweht werden können.

Naturschützer finden ein wirksames Mittel gegen die Raupen.

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