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Die Betroffenen des Kindergartens müssen bis Februar eine neue Bleibe finden.

Baumaßnahme

Happy End in Marl - Marler Kita findet Ausweichquartier 

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Der Kindergarten findet für drei Monate eine Unterkunft. Sie mussten ihre Einrichtung an der Hülsstraße bis zum Monatsende verlassen.

Update, Donnerstag, 17.30 Uhr

Die Suche hat ein Ende! Der Kindergarten am Gänsebrink zieht für drei Monate in den Keller der Friedenskirche ein. "Uns fällt ein Stein vom Herzen, dass uns die Friedenskirche ihre Räume zur Verfügung stellt“, sagt Lea Schreiber, die ehrenamtlich für den Verein aktiv ist: „Es ist zwar immer noch viel zu tun, aber wir haben das Ziel jetzt klar vor Augen.“

Happy End in Marl

Wie mehrfach von unserer Zeitung berichtet, müssen die acht Mädchen und 14 Jungen ihre Einrichtung an der Hülsstraße bis zum Monatsende verlassen, weil die bereits begonnene Renovierung den Betrieb in dem Gebäude dann unmöglich macht. Aber jetzt das Happy End: Zu den Aufgaben der nächsten Tage gehört unter anderem das Anbringen neuer Brandmelder und Warnschilder in der Friedenskirche. 

Auch neue Sicherheitszäune müssen laut Lea Schreiber noch gekauft werden. Dazu kommt die Organisation des Umzugs. „Den Umzug werden wir selbst erledigen müssen. Entweder mieten wir uns dafür einen Transporter, oder wir machen das mit unseren Autos“, so Schreiber. Zuvor besichtigte Einrichtungen wie die alte Hauptschule an der Wiesenstraße fielen laut Lea Schreiber aus verschiedenen Gründen durch.

Update, Freitag, 17. Januar, 18.22 Uhr:

Die Meldung über die Probleme des Kindergartens am Gänsebrink löste viele Reaktionen aus. Viele Marler machen Vorschläge. Noch ist aber keine Lösung gefunden. „Leser haben uns nach dem Artikel in der Marler Zeitung E-Mails geschrieben“, sagt Lea Schreiber. Die Vorstandsvorsitzende der Elterninitiative an der Hülsstraße sagt, dass viele vorgeschlagene Gebäude bereits angefragt und für nicht geeignet befunden wurden. So auch die alte Hauptschule an der Wiesenstraße.

Am Samstag, 18. Januar, werden Kellerräume der Friedenskirche an der Bergstraße begutachtet, am Montag wird das Vereinsheim der Spielvereinigung Marl an der Ophoffstraße inspiziert.

Zwei Marler Parteien werden aktiv

Aktiv wurden auch zwei Marler Parteien. CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Terhorst und CDU-Bürgermeisterkandidatin Angelika Dornebeck bitten das Jugendamt um Überprüfung von Ausweichmöglichkeiten.

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Brian Nickholz möchte das Problem auf der nächsten Sitzung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses thematisieren. Außerdem soll die Verwaltung einen aktuellen Lagebericht abgeben und mit der Neuma nach einer Lösung suchen.

Der Kindergarten am Gänsebrink.

Erstmeldung von Mittwoch, 15. Januar:

Großes Problem für den „Kindergarten am Gänsebrink“ in Marl-Hüls: Wegen einer bereits im Oktober gestarteten Baumaßnahmen sind die Räume der Elterninitiative an der Hülsstraße voraussichtlich ab Februar für drei Monate nicht nutzbar. Die Betreiber wissen aktuell nicht, wo die 22 Kinder während des Umbaus unterkommen sollen. Die vorübergehende Schließung am Gänsebrink war allerdings schon länger absehbar. 

Suche nach Alternative in Marl

„Wir haben uns schon viele Alternativen angesehen, bisher war aber nichts passendes dabei“, sagt Lea Schreiber, die sich ehrenamtlich für den Verein engagiert. Die Ansprüche des Vereins sind relativ klein, es sind aber Vorschriften einzuhalten. Ideal wären zwei Räume mit einer Fläche von etwa 80 Quadratmetern, dazu ein Schlafraum für die U3-Betreuung sowie Fluchtwege, Kochnische und WC-Einrichtungen.

Die Situation am Gänsebrink hatte ihren Ursprung in einer Brandschutzprüfung im Winter 2017, die das Gebäude nicht bestand. Gleichzeitig war damals klar, dass für den nötigen Neu- und Umbau von Fußböden, Wänden und Heizung LWL-Fördermittel beantragt werden konnten. Das tat der Verein Anfang 2018. Bewilligung und Baugenehmigung folgten später.

Bau in Marl verzögert sich

„Ursprünglich wollten wir schon im Sommer 2019 mit dem Bau beginnen, um auch die Sommerferien zu nutzen“, blickt Einrichtungsleiterin Iris Kerstjens zurück. Aber durch die Mühlen der Bürokratie und den Bauboom verzögerte sich der Baubeginn immer weiter auf Oktober 2019. „Wir waren uns während der ganzen Vorbereitungszeit eigentlich sicher, rechtzeitig eine Ausweichmöglichkeit zu finden“, sagt Iris Kerstjen.

Dringend: Kindergartenkinder aus Marl suchen Unterkunft | cityInfo.TV

Dringend: Kindergartenkinder aus Marl suchen Unterkunft | cityInfo.TV

Stadt Marl sucht Optionen

Behilflich bei der Suche sind derzeit Stadtverwaltung und Jugendamt. Stadtsprecher Daniel Rustemeyer: „In solchen Fällen haben wir bisher immer eine Lösung gefunden, und wir sind auch hier sehr zuversichtlich.“

Sollte sich kein Ausweichquartier finden lassen, müssten die Kinder vom Gänsebrink im schlimmsten Fall bei ihren Eltern bleiben – allerdings wird das berufstätige Eltern vor Probleme stellen.

In Marl warteten zuletzt 382 Kinder auf einen Kita-Platz.

Eltern zogen deswegen sogar vor das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen.

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