Kino in Hüls ist geschlossen

Wie lange bleiben die Leinwände noch dunkel?

  • Patrick Köllner
    vonPatrick Köllner
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Seit einem Jahr sind die Loe Studios coronabedingt geschlossen. Müssen sich Filmfreunde Sorgen um den Kinostandort Marl machen?

Auf der Anzeigentafel der Loe Studios stehen Filme wie „Lassie“, „Onward“ „Der Spion von nebenan“ und „Die Känguru-Chroniken“. Ein nettes Kinoprogramm, könnte man meinen. Wer aber die Stufen zum Eingang hinaufsteigt, landet vor verschlossenen Türen. Denn: Die unten angeschlagenen Titel waren die letzten Filme, die hier vor dem Lockdown liefen. Das war im März 2020. Seitdem befindet sich Marls einziges Kino im Dornröschenschlaf.

Kino in Marl: Neue Filme fehlen

Laut Betreiber Maximilian Meynigmann wird sich daran in nächster Zeit auch nichts ändern. Abgesehen vom coronabedingt weiter bestehenden Öffnungsverbot von Kinos, fehlt es immer noch an neuen Filmen, die das Publikum anlocken. Für einen Neustart reiche sogar ein potenzieller Kassenschlager wie der neue James Bond nicht aus. „Wir brauchen gleichzeitig drei bis vier Filme, um ein breiteres Spektrum von Zuschauern anzusprechen“, sagt Maximilian Meynigmann. „Dazu benötigen wir die Gewissheit, dass nach einem Blockbuster gleich die nächsten Hits anlaufen.“

Seit März 2020 sind die Loe Studios in Marl-Hüls geschlossen.

Hintergrund: Nach etwa drei bis vier Wochen verlieren auch große Kassenschlager ihre Zugkraft. Mit anderen Worten: Reihen sich an James Bond nicht nahtlos angekündigte Kracher wie beispielsweise „Top Gun: Maverick“ oder der nächste Teil des beliebten „Fast and Furious“-Franchises, bleiben die Säle schnell wieder leer.

„Dafür sind unsere Kosten einfach zu hoch“, so der Kinobetreiber.“ Den Betrieb kurzfristig wieder aufzunehmen, wäre grundsätzlich jedoch kein Problem. „Nach zwei bis drei Wochen Vorlaufzeit könnten wir wieder öffnen“, sagt Maximilian Meynigmann.

Marl: Autokino ist vom Tisch

Eine Rückkehr zum Autokino, dessen Errichtung am Bikertreff Vogel im April letzten Jahres einen kurzfristigen Boom auslöste, schließt Maximilian Meynigmann ebenfalls aus. „Wir würden dann dieselben Filme wie vor zwölf Monaten zeigen. Dafür kommt niemand vorbei.“

Mit der Wiederinbetriebnahme seiner Loe Studios rechnet er frühestens gegen Ende des Jahres. Vielleicht zum Start des neuen Bond-Abenteuers „Keine Zeit zu sterben“. Der Film soll am 30. September anlaufen. Ob der dann auch in den erst in den 2019 wiedereröffneten Loe Studios zu sehen ist, steht noch in den Sternen. Für Maximilian Meynigmann steht allerdings fest: „Marl bleibt eine Kinostadt.“

Rubriklistenbild: © Patrick Köllner

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