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Das Feuerwerk als krönender Abschluss des Seefestes: Soll es durch eine Lasershow ersetzt werden?

Grüne schlagen Alternative vor

Klimanotstand in Marl: Werden jetzt Großfeuerwerke verboten?

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Die grüne Wählergemeinschaft möchte Großfeuerwerke auf städtischen Grundstücken verbieten. Ob das rechtlich möglich ist, soll jetzt geklärt werden.

Die grüne Wählergemeinschaft scheiterte bereits mit ihrem Vorstoß für ein zentrales Feuerwerk oder eine Laser-Show zu Silvester. In der Ratssitzung wagte sie jetzt einen neuen Vorstoß: Die Stadt Marl soll auf ihren eigenen Flächen keine Großfeuerwerke mehr genehmigen. Privates Böllern bliebe davon unberührt.

Rechtlicher Hintergrund in Marl ist unklar

Aber hat Marl überhaupt rechtlich die Möglichkeit, auf städtischen Grundstücken Feuerwerke zu untersagen? Das soll bis zur Hauptausschuss-Sitzung am 17. Dezember geklärt werden. Ohne dieses Wissen wollten die Ratspolitiker nicht entscheiden.

Kritik an Marler Großfeuerwerken

Großfeuerwerke wurden zuletzt beim Rock am Bikertreff, beim Marler Seefest und Hülser Weinfest gezündet. Die Grünen kritisieren, dass dabei große Mengen an Feinstaub freigesetzt würden. Die Knallerei sei eine Belastung für Haus- und Wildtiere, giftige Chemikalien würden herunterrieseln und in den Boden gespült.

Klimanotstand in Marl

Hintergrund der Grünen-Initiative: Der Rat der Stadt Marl rief im Juni mit den Stimmen fast aller Fraktionen den „Klimanotstand“ aus. Für alle künftigen Entscheidungen müssen Rat und Verwaltung die Auswirkungen auf Klima und Umwelt berücksichtigen. „Scheinheilige Symbolpolitik“ 

Alternative in Marl: Lasershows

Als Alternative zu Großfeuerwerken schlagen die Grünen musikalisch untermalte Lasershows vor, die aber teurer seien als Feuerwerke: „Bei den Abschlussveranstaltungen der Ruhrfestspiele gab es wunderbare Laser-Effekte“, sagte Johannes Westermann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft: „Sie wurden von der Bevölkerung mindestens so gut angenommen wie ein Feuerwerk.“

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