Bei der Inbetriebnahme war das Sinsener Windrad ein beliebtes Fotomotiv. Marler und Oer-Erkenschwicker hatten sich daran mit Darlehen von insgesamt 900.000 Euro beteiligt.
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Bei der Inbetriebnahme war das Sinsener Windrad ein beliebtes Fotomotiv. Marler und Oer-Erkenschwicker hatten sich daran mit Darlehen von insgesamt 900.000 Euro beteiligt.

Investitionsmöglichkeit

Gehen in Marl bald neue Windräder ans Netz? Landwirt plant zwei Anlagen

  • Heinz-Peter Mohr
    vonHeinz-Peter Mohr
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Ein Marler Landwirt und die Beratungsgesellschaft BBWind planen weitere Windräder in Marl. 

  • In Marl sollen zwei neue Windkraftanlagen entstehen
  • Ein Landwirt plant den Bau auf seinem Grundstück
  • Bürger können sich beteiligen   

Die BBWind und ein Marler Landwirt planen zwei neue Windkraftanlagen am Alten Hervester Weg. Es gibt aber noch rechtliche Hürden. Die Windräder wären in Marl die Nummern acht und neun. Das siebte Windrad hatte die Gladbecker Firma SL Naturenergie im letzten Sommer in Polsum klammheimlich in Betrieb genommen – weil es zuvor lauten Protest der Bürgerinitiative Gegenwind gab.

Marler Landwirt geht anderen Weg

Einen anderen Weg gehen Landwirt Hermann Leineweber aus Frentrop und die Projektberatungsgesellschaft BBWind. Sie stellten im Stadtplanungsausschuss jetzt Pläne für zwei neue Windräder am Alten Hervester Weg vor – und werben bei Bürgerinnen und Bürgern für ihr Projekt. Dafür müsse kein Wald gerodet werden. Die Firmen im Industriepark hätten großes Interesse an eigenem Ökostrom, berichtete der Landwirt dem Stadtplanungsausschuss. Die BBWind will Anwohner oder die Stadt an dem Betrieb beteiligen.

230 Meter hoch über Marl 

Wenn das Rotorblatt aufrecht steht sollen die Anlagen 230 Meter hoch sein. Sie sollen insgesamt bis zu 28 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. BB-Wind-geschäftsführer Heinz Thier erklärt, dass damit 8000 Drei-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden könnten. 

Die BBWind ist eine Projektberatungsfirma und Tochter des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes. Sie will Anwohner oder die Stadt an dem Betrieb beteiligen. Sie bringt Landwirte, Flächeneigentümer, Kommunen und Anwohner an einen Tisch.

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