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Bevor die Kinder die Vorführpuppe „Frieda“ baden, demonstriert Hebamme Marion Sow, wie das funktioniert.

Geschwisterpass

In Marl lernen Kinder, wie sie mit Säuglingen richtig umgehen

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Auch Kinder müssen den Umgang mit ihren jüngeren Geschwistern lernen. Im Kurs "Geschwisterpass" lernen sie wie.

  • Hebamme Marion Sow erlent Kindern den richtigen Umgang mit Säuglingen
  • Die Kinder sind meistens zwischen drei und zehn Jahren
  • Die Vorführpuppe Frieda hilft dabei.

Wie hält man ein Baby richtig oder was muss man beachten, wenn man einen Säugling badet? Diese Fragen beantwortet Hebamme Marion Sow in dem Kurs „Geschwisterpass“ Kindern ab drei Jahren. 

Fünf bis sechs Kinder sind in Marl dabei

„Das älteste Kind, was bei mir mal teilgenommen hat, war 15 Jahre alt. Normalerweise sind die Kinder aber im Alter zwischen drei und zehn Jahren, sind gerade Geschwister geworden oder werden es bald“, erzählt die Hebamme. Seit zwölf Jahren arbeitet sie in der Paracelsus-Klinik. Fast genauso lange betreut sie den Kurs „Geschwisterpass“. In der Regel nehmen fünf bis sechs Kinder daran teil. Die Eltern sind je nach Alter des Kindes mit dabei. Mütter und Väter sind von dem Kurs begeistert, denn für viele ist es laut Marion Sow eine Auffrischung im richtigen Umgang mit einem Säugling. 

Auf die Frage, warum sie Hebamme geworden ist, antwortet Marion Sow: „Weil ich einfach gern mit Menschen zusammenarbeite und es toll finde, Frauen zu stärken. Man kann auch miterleben, wie sich eine Familie durch die Geburt eines Kindes verändert.“ Bei dem Kurs „Geschwisterpass“ führt Marion Sow mit den Kindern mehrere praktische Übungen durch. „Damit die Kinder beispielsweise lernen, wie schwer ein Baby ist.“ Dazu erklärt die Hebamme, wie man ein Baby richtig auf dem Arm hält, es wickelt oder Windeln wechselt. Am Ende des Kurses zeigt sie den Kindern und Eltern auch die Kreißsäle und die Säuglingsstation in der Paracelsus-Klinik, damit die Kinder verstehen, wo und wie eine Geburt abläuft.

Frieda, die Marler Vorführpuppe

 „Durch die Renovierung der Kreißsäle sehen die Räume für Eltern und Kinder jetzt sehr einladend aus.“ Ein Höhepunkt ist für die großen Geschwister das Baden der Vorführpuppe Frieda. „Ein Baby hat sehr weiche Knochen, deshalb ist es wichtig, dass ihr den Kopf stützt und es am Popo hochhebt“, erklärt die Hebamme. Ausgerüstet mit Handtüchern, frischen Windeln und Waschlappen, zeigt die 43-Jährige der kleinen Emily, wie man Frieda beim Baden richtig hält.

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