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Schüler des ASGSG simulieren eine Klimakonferenz.

Konferenz-Ergebnis überrascht

ASGSG-Schüler aus Marl spielen Politiker: Warum sie das Klimaschutz-Ziel verfehlten

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Wie schwer Klimaschutz durchzusetzen ist, erlebten ASGSG-Schüler aus Marl jetzt bei einer simulierten Konferenz. Auch sie schafften es nicht, die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad ansteigen zu lassen.

Knapp 80 Schülerinnen und Schüler des ASGSGs simulierten am Dienstag eine Klimakonferenz. Während der Diskussion stellten sich die Schüler einigen Gewissenskonflikten.

Ähnlich wie die Politiker im Sitzungssaal der Vereinten Nationen versuchten die Schüler, aufgeteilt in sechs verschiedene Länder, deren Interessen zu verteidigen. Gleichzeitig wollten sie gemeinsam das Ziel des Pariser Klima-Abkommens erreichen, die Erderwärmung um weniger als zwei Grad ansteigen zu lassen. Die Simulation mit den Schülern des ASGSG in Marl ist für ein Pilotprojekt der EnergieAgentur.NRW. Wenn es gut läuft, soll es an weiteren Schulen in NRW fortgesetzt werden.

Schüler aus Marl im Gewissenkonflikt

Nach jeder Verhandlungsrunde zeigte Moderator Dirk Kolberg in der Rolle als UN-Generalsekretär die Konsequenzen der Entscheidungen für die Erderwärmung auf. Die Schüler des ASGSG erreichten in der ersten Runde eine Erderwärmung von 3,3, dann 2,6 Grad. „Eine dritte Runde wäre noch nötig gewesen, damit wir das Ziel des Pariser Abkommens auch wirklich hätten erreichen können“, erzählt Daria Schelest. Die Schülerin der neunten Klasse hatte mit ihrer Gruppe Chinas Interessen verfolgt und sich einigen Gewissenskonflikten ausgesetzt. 

„Wir haben uns während der Verhandlungsrunden gefragt, ob wir dem eigenen Land helfen oder lieber etwas für die Umwelt tun sollen“, erklärt Daria Schlest, die auch am Freitag an der Klimademonstration vor dem Marler Rathaus teilgenommen hat.

"Politiker haben es nicht immer leicht"

Alle lernten, wie schwer es ist beim Klimaschutz auf einen Nenner zu kommen. „Politiker haben es nicht immer leicht, miteinander zu verhandeln“, stellt Julian Aleff fest. Der 15-Jährige hatte auch die Ereignisse des Klimagipfels in New York verfolgt: „Ich finde es toll, dass sich Menschen wie Greta für uns einsetzen. Trotzdem fand ich ihre emotionale Rede etwas überzogen. Allerdings ist es auch schwer, sich vor den großen Politikern zu behaupten.“

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