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Bereits im Mai ließ der ZBH an der Langehegge viele Bäume vorsorglich einsprühen.

Teurer Schädlingsbefall

Jucken, Kratzen, Asthmaanfälle: So will Marl den Eichenprozessionsspinner 2020 bekämpfen

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In diesem Sommer klagten so viele Marler über den Schädling wie noch nie. Im nächsten Jahr sollen neue Maßnahmen helfen.

Atemnot, juckende Haut und Ekzeme: In diesem Sommer machte der Eichenprozessionsspinner in Marl so manchen Aufenthalt im Freien nehezu unmöglich. Den Schädlingen zu Leibe zu rücken, kostet viel Geld – das wissen private Grundstücksbesitzer ebenso wie der Leiter des Zentralen Betriebshofs der Stadt Michael Lauche.

Fester Posten im Marler Haushalt

„Im nächsten Jahr werde ich wohl genau so viel Geld in den Haushalt einstellen wie 2019, um den Prozessionsspinner zu bekämpfen“, kündigt Michael Lauche an. Für die Bekämpfung gab die Stadt 158.000 Euro. Mittlerweile setzt Marl im Kampf gegen die Raupen auf verschiedene Methoden. Sind die Nester einmal da, hilft nur das Entfernen, „sonst sind die Raupen im nächsten Jahr wieder da“, so der ZBH-Chef.

Der Eichenprozessionsspinner befiel auch die Bäume um das Medienhaus Bauer. Schädlingsbekämpfer saugten die Nester ab.

In Marl wurde mehrfach abgesaugt

Das Absaugen musste in diesem Sommer wegen des starken Befalls in vielen Fällen mehrfach erfolgen, am häufigsten an der Harkort-Grundschule am Lipper Weg. Dort waren die Schädlingsbekämpfer sechs Mal im Einsatz.

Neues Mittel in Marl im Einsatz

Nachgewiesen wirksam ist eine vorbeugende Methode mit dem Mittel Neemprotect. Der Extrakt aus dem Mangrovenbaum, der weder für Menschen noch Tiere gefährlich ist, wird im Frühjahr in die Bäume gesprüht. An der Straße Langehegge in Drewer hat er seine Wirksamkeit unter Beweis gestellt. „Im nächsten Jahr werden wir Neemprotect voraussichtlich an der Halterner Straße einsetzen, die in diesem Sommer besonders stark befallen war“, so der ZBH-Chef. 

Marl erhält Nistkästen

Mit 100 Nistkästen sollen im Frühjahr Blau- und Kohlmeisen angelockt werden. Die Vögel fressen die Raupen und helfen so die Verbreitung zumindest einzudämmen. 2018 hatte der Eichenprozessionsspinner die Stadt Marl während des Sommers fest im Griff.

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