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Marl hat keinen Platz gegen Rassismus – das machen Bürgermeister Werner Arndt und 23 Gruppen wieder am 6. September auf dem Creiler Platz deutlich.

Mehr Rückenwind, mehr Gegenwind

Marl steht auf gegen Fremdenhass - weshalb die AfD bei #wirsindmehr am Rathaus keine Bühne bekommt

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Marl zeigt Toleranz und Menschlichkeit - Ein breites Bündnis demokratischer Parteien, Glaubensgemeinschaften, Initiativen und Verbände ist am 6. September dabei. Sieben Bands werden auf dem Creiler Platz singen. Die AfD ist auf der Bühne nicht willkommen - aus diesem Grund:

"Wenn die AfD schlitzohrartig versucht, als Trittbrettfahrer aufzutreten, werden wir sie deutlich entlarven", sagt Arvid Weber vom Organisatorenteam. 

Hintergrund: Auf ihrer Facebook-Seite hatte die AfD #wirsindmehr so kommentiert: "Die Alternative für Deutschland insbesondere der Stadtverband Marl ist zwar kein Mitveranstalter, aber auch wir sind gegen Hass und Hetze, stehen aber zu Toleranz und Menschlichkeit." Bisher fiel die AfD in Marl nicht mit markigen Sprüchen auf. Auf seiner Homepage kündigte der AfD-Stadtverband allerdings an, dass er "weiterhin die Bürgerinitiative gegen den Moscheebau in Marl tatkräftig unterstützen" wird.

Ein dauerhaftes Event in Marl

Auch Mitorganisator Frederik Müller vermutet, dass die AfD versucht, die Veranstaltung zu instrumentalisieren. Als Bürger könnten sie kommen, auf die Bühne dürfen sie nicht: "Das ist keine Veranstaltung für Trittbrettfahrer, sondern für Menschen mit Herz."

Im vorigen Jahr zeigten 700 Marler und acht Bands Flagge gegen Hass. Vielleicht ist es in diesem Jahr noch viel wichtiger, dass  Hunderte auf dem Creiler Platz aufstehen gegen Fremdenhass. Während #wirsindmehr in anderen Städten eingeschlafen ist, soll es in Marl eine beständige Veranstaltung sein. Sowohl Rückenwind als auch Gegenwind in den sozialen Medien sind stärker geworden, berichten die Veranstalter.

Das Bündnis ist noch breiter

Das Bündnis ist in diesem Jahr noch breiter, bunter, vielfältiger. 23 Gruppen machen mit. Der bereits geplante Poetry Slam "WortMarlerei" wird nicht parallel im Hagenbusch ausgetragen, sondern auf der Bühne am Rathaus. Die Veranstalter erwarten Texte mit Tiefe und inspirierender Kraft zu den Themen Toleranz und Rassismus.

Alle Parteien werden vorher eine gemeinsame Erklärung erarbeiten und auf der Bühne verkünden. Arvid Weber: "Auch das ist ein starkes Zeichen. In dieser Frage stehen alle zusammen. Das tut der Gesellschaft gut."

Diese Bands machen mit

Am Freitag, 6. September, von 17 bis 23 Uhr wird es also auf dem Rathausplatz Reden für mehr Herz geben, Poesie und viel Musik. Dafür sorgen „Birds on Planes“, „Bring your own beer“, „Blues Generation N“, die Bunaspatzen, die Roten Hosen, die Green Horns und „The Productives".

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