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Dieses Taubenküken wurde in der Stadtmitte gefunden - und dadurch gerettet.

Am Marler Stern

Tierschützer bitten um Spenden für Taubenhaus in Marl - Die Zeit drängt

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Noch in diesem Jahr will der Verein "Stadttauben Marl" ein Taubenhaus in der Stadtmitte errichten.

Auf einer Freifläche am Marler Busbahnhof soll noch in diesem Jahr ein Taubenhaus entstehen. Das wünscht sich Karin Muc vom Verein „Stadttauben Marl“. Sie erklärt: „Dezember und Januar sind die beste Zeit, um die Tauben an das Haus zu gewöhnen.“ Sollte das Haus bis dahin nicht stehen, könnte sich der Einzug der Vögel um ein Jahr verschieben.

Vertrag mit der Stadt Marl ist unterschrieben

Ein Vertrag mit der Stadt ist bereits unterschrieben, die Baugenehmigung wurde jetzt ebenfalls erteilt. Während die Planung des Projekts gut aussieht, stellt dessen Finanzierung ein Problem dar. Knapp 2000 Euro sammelte der Verein für das Vorhaben bereits ein. Für den Bau eines Taubenhauses ist das noch viel zu wenig. „Für die Voliere benötigen wir insgesamt etwa 8000 Euro“, sagt die Vereinsvorsitzende Karin Muc.

Marler Taubenfreunde gründen Verein

Mit ihrem Mann Reiner Pospiech und weiteren Tierfreunden hatte die Marlerin im Frühjahr den Verein zum Schutz der Stadttauben rund um den City-See gegründet. Seitdem rührt Karin Muc unermüdlich die Werbetrommel für ihr Vorhaben, sucht nach Sponsoren und knüpft Kontakte. Erste Unterstützer konnte sie bereits gewinnen: „Eine Stiftung aus Bonn und dieVolksbank in Marl haben uns jeweils 500 Euro gespendet“, berichtet Karin Muc: „Der Spendenaufruf an die Bewohner der Hervester Straße ergab mittlerweile schon 250 Euro.“ 

Einige Firmen aus Marl sagen ab

Laut Angabe des Vereins sind aber nicht alle Anfragen erfolgreich. Einige potenzielle Spender, darunter große Firmen, erteilten Karin Muc Absagen. Für die Vorsitzende wird der Bau der Voliere immer dringender. Grund dafür seien unter anderem die Bauarbeiten am Marler Stern, die viele der wilden Tauben verstört hätten. Küken seien davon besonders betroffen. „Wir haben bereits viele Küken retten können, die sonst vermutlich gestorben wären“, sagt Karin Muc. Seit April hat sie mit ihren Mitstreitern am Marler Stern außerdem mehr als 180 Taubeneier gegen Gipseier ausgetauscht. Ziel dieser Maßnahme ist, dass keine neue Tauben geboren werden. Weitere Infos gibt es unter Tel. 69 82 069.

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