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Im Mai diskutierte die Stadtverwaltung in Werkstätten mit den Bürgern über das Mobilitätskonzept.

Grüne Welle wird optimiert

Ist das Mobilitätskonzept für Marl nicht klimafreundlich? Kritik kommt schon jetzt

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    Heinz-Peter Mohr
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Wie wird die Stadt klimafreundlich und bleibt gleichzeitig mobil? Diese Frage soll das 1194 Seiten starke Mobilitätskonzept für Marl beantworten. Die Bürgerliste Wir und die Grünen finden es gar nicht klimafreundlich.

Seit 2017 hat die Stadtverwaltung Marl an dem Konzept gerabeitet und die Bürger daran in Werkstätten beteiligt. 262 Maßnahmen zu Verbesserung der Verkehrssituation werden vorgeschlagen. Noch vor Weihnachten liegt das umfangreiche Werk inklusive Lärmaktionsplan nun in allen politischen Ausschüssen und im Rat zur Beschlussfassung vor. Die Entscheidung wird aber in das nächste Jahr vertagt. 

Allein in einem Punkt gibt es bereits Zustimmung aus den Ausschüssen: Die Grüne Welle in Marl soll optimiert werden. Das haben die Politiker im Verkehrs- und Stadtplanungsausschuss beschlossen. Der Rat hat am Donnerstag das letzte Wort. Die Stadtverwaltung soll jetzt Planungsaufträge vergeben. 

Kürzere Wartezeiten für Fußgänger und Radfahrer in Marl

Hintergrund: Das Essener Büro für Signaltechnik hat der Stadt empfohlen, nicht mehr auf den zentralen Verkehrsrechner zu setzen. Dezentral könne der Verkehr wesentlich besser gesteuert werden. Durch Verschiebungen der Grünzeiten werde er besser fließen. Die freien Rechtsabbiegerspuren sollen einheitlich gestaltet werden.

Als einzige größere Baumaßnahme schlägt das Büro an der Hauptkreuzung im Stadtkern (Bergstraße/Rappaportstraße/Herzlia-Allee) anstelle der Leitbaken den Bau einer festen Mittelinsel vor. Dort soll eine zusätzliche Ampel aufgestellt werden. So könnten kürzere Wartezeiten für Fußgänger und Radfahrer erreicht werden. Ziel des Beschlusses ist es auch, Abgase zu reduzieren. 

Viele Tonnen CO vermeiden

Nach Hochrechnungen des Essener Büros könnte durch die Optimierung der Grünen Welle allein auf der Hervester Straße und Willy-Brandt-Allee jährlich ein Ausstoß von 18 Tonnen CO (Kohlenstoffmonoxid) vermieden werden. Deshalb soll sie sofort und zügig umgesetzt werden – mit Mitteln aus dem laufenden Haushalt. 

Die Ampelschaltungen sind Teil des Mobilitätskonzeptes. Der Bürgerliste Wir für Marl und der Wählergemeinschaft Die Grünen geht es nicht weit genug. Obwohl aufgrund neuer Logistikbetriebe mit viel mehr Lkw-Verkehr zu rechnen ist, sei dessen Einschränkung kein Thema.

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