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Die Viertklässler haben ihre Plätze in der Grundschule bereits bezogen. Am Montag folgen die Klassen 1 bis 3.

Rückkehr nach Corona-Pause

Am Montag kehren die Grundschulkinder zurück - so bereiten sich die Schulen darauf vor

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Ab Montag müssen alle Grundschulkinder wieder in die Schule - wenn auch nicht gleichzeitig. Die Schulen setzen auf verschiedene Konzepte.

  • Ab Montag kehren die Grundschüler aller Klassen zurück.
  • Der Unterricht findet teilweise in einer Turnhalle statt.
  • Inhaltlich konzentrieren sich die Lehrer auf Mathematik und Deutsch.

Die Viertklässler sind schon da und am Montag folgen die Klassen eins bis drei. Die Grundschulen in Marl nähern sich langsam wieder dem normalen Alltag – aber für die Einrichtungen war es eine organisatorische Mammutaufgabe. Doch wohl alle sind bereit. Nicht alle Klassen werden jeden Tag anwesend sein, sondern die Schulleiter arbeiten mit einem „rollierenden System“. Heißt: Einen Tag sind die Drittklässler vor Ort, am nächsten zum Beispiel die Zweitklässer.

„Bei uns kommen am Montag erst einmal die dritten Klassen zurück“, erklärt Sigrid Bauer, Schulleiterin der Harkortschule, „und dann die zweiten. Wir machen das sozusagen rückwärts.“ Der Grund: Die Schule erwartet, dass die Drittklässler weniger Aufmerksamkeit brauchen, um die Regeln einzuhalten als die Jüngeren. So können die Lehrer an den ersten Tagen lernen, was funktioniert und wo Nachholbedarf besteht. Die Schüler haben zwischen den Präsenztagen in der Schule Homeschooling. Die Klassen werden vor Ort aufgeteilt in zwei Gruppen, die nicht gemeinsam lernen, um die Abstands- und Hygieneregeln des Landes einzuhalten. Dazu gehören 1,5 Meter Distanz zwischen den Schülern. „Wir nutzen auch die Turnhalle, da ist genug Platz für eine ganze Klasse“, verrät Sigrid Bauer. So kann sich die ganze Klasse treffen. Der Unterricht funktioniere dank elektronischem Whiteboard (Tafel) ähnlich wie im klassischen Unterrichtsraum. Um die Hygieneregeln in der Schule einzuhalten, wird jedem Kind in der Harkortschule ein Waschbecken zugeordnet. So teilen sich nur wenige Schüler ein einzelnes Waschbecken. „Wir sind guter Hoffnung für den Montag“, so Sigrid Bauer.

Marl: Bewegung soll eine große Rolle spielen​

Da die Stunden vor Ort begrenzt sind, wird auch der Unterrichtsstoff konzentriert. „Wir fokussieren uns auf Mathematik und Deutsch, verknüpft mit Sachunterricht“, erklärt die Schulleiterin. Einen ähnlichen Plan wird auch die Käthe-Kollwitz-Schule mit ihrer Schulleiterin Barbara Klüsener verfolgen. Dort soll zusätzlich noch ein wenig Englisch einfließen. „Aber wirklich nur ein bisschen“, so die Schulleiterin. Auch in dieser Schule werden die Klassen in zwei Gruppen geteilt. Die ersten Tage mit den Viertklässlern liefen bereits zufriedenstellend ab.

Isa Hofemann, Schulleiterin der Goetheschule, freut sich bereits auf den Start. Die Schule beginnt am Montag mit den Erstklässlern. Die Eltern werden in den nächsten Tagen einen Stundenplan erhalten, der die Präsenztage der Schüler bis zu den Sommerferien aufzeigt. „Wir werden neben Deutsch und Mathematik natürlich in den ersten Tagen auch über die Zeit zu Hause sprechen. Wie haben die Schüler die Zeit erlebt, was gefiel ihnen, wovor hatten sie Angst?“, berichtet Hofemann. Zudem wird der Stoff, der während der Corona-Pause anfiel, noch mal besprochen. „Wir sind zufrieden mit den ersten Tagen seit dem Neustart“, so die Schulleiterin, „und hoffen, dass es mit den Kleinen so gut weitergeht.“

Marl: Besondere Sorgfalt in der Pause

Markus Walter, Schulleiter der Martin-Buber-Schule legt Wert darauf, dass sich die Schüler viel bewegen. „Viele Kinder sind während der Zeit nicht viel herausgekommen, da ist Nachholbedarf“, sagt der Pädagoge. Natürlich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsbestimmungen. Da der Lernstoff reduziert werde, solle im Unterricht bis zu den Sommerferien ein Fundament geschaffen werden, so Walter. Die Kinder sollen jedoch erst einmal ankommen und die Zeit aufarbeiten. Die Lehrer werden individuell auf die Schüler eingehen, so Walter. „Wir können den Unterricht gewährleisten“, erklärt Markus Walter, auf die Frage, wie die Lage beim Lehrerkollegium sei. Denn: Lehrer über 60 oder mit Vorerkrankungen wie Herz- und Lungenleiden sollen nicht unterrichten. Sie können sich aber freiwillig zur Verfügung stellen. In der Harkortschule betreuen zwei Lehrer jeweils eine Klasse, in der Pause werden drei Pädagogen benötigt, da in der Pause die Abstands- und Hygieneregeln am schwierigsten aufrecht zu erhalten seien, sagt die Leiterin. Isa Hofemann von der Goetheschule verspricht: „Wir sind gut aufgestellt.“

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