Die Werkfeuerwehr löschte in der Nacht zum 4. August einen weiteren Brand in der Alba-Recycling-Anlage. Sie war mit 18 Kräften vor Ort. Insgesamt waren mehr als 50 Feuerwehrleute im Einsatz.
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Die Werkfeuerwehr löschte in der Nacht zum 4. August einen weiteren Brand in der Alba-Recycling-Anlage. Sie war mit 18 Kräften vor Ort. Insgesamt waren mehr als 50 Feuerwehrleute im Einsatz.

Gesundheitsausschuss

Nach Brand in Sortieranlage - Beschwerden über Alba reißen nicht ab

  • Martina Möller
    vonMartina Möller
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  • Heinz-Peter Mohr
    Heinz-Peter Mohr
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Alle Fraktionen haben die Geduld mit dem Müllentsorger Alba verloren: Die Stadt soll auf den Kreis einwirken, damit er der Anlage die Erlaubnis entzieht.

  • Der Müllsortierer Alba in Marl steht immer wieder in die Kritik.
  • Nach dem Brand am 4. August fordern die Fraktionen einen Betriebsstopp.
  • Die SPD sieht den guten Ruf des Chemieparks in Gefahr.

Update, 4. September, 18.22 Uhr: Geruchsbelästigung und Fliegenplage bedeuten für die Anwohner der Blumensiedlung und der Zollvereinsiedlung nach wie vor Ärger ohne Ende. Verursacher ist für sie der Nachbar, das Müll-Unternehmen Alba im Chemiepark Marl.

Nach dem jüngsten Brand in der Sortieranlage Anfang August seien die Warnfahrzeuge erneut erst spät durch die Siedlungen gefahren, kritisierte Anwohner Rudolf Pohlmann jetzt im Stadtplanungsausschuss. Dass beim Brand der Verpackungsabfälle keine Schadstoffe in die Luft gelangt seien, beruhigt ihn nicht. Die SPD beantragte, auf die Rücknahme der Betriebserlaubnis für Alba hinzuwirken. Zuständig dafür ist der Kreis Recklinghausen.

Marl: Alba steht im Kreistag auf Tagesordnung

Im Kreistag steht das Thema Alba ebenfalls auf der Tagesordnung. Die CDU-Fraktion fordert einen neuen Bericht über die Probleme. Laut Kreisverwaltung gab es allein im Juli elf Beschwerden von Anwohnern. Die Kreistagssitzung findet am Montag, 7. September, 9 Uhr, coronabedingt in der Europahalle Castrop-Rauxel, Europaplatz 6 - 10, statt.

Unsere bisherige Berichterstattung: Nach dem jüngsten Brand in der Sortieranlage steht Müllsortierer Alba immer mehr in der Kritik. Der Gesundheitsausschuss gab der Stadtverwaltung den Auftrag, Gespräche mit der Kreisverwaltung aufzunehmen. Ziel ist es, Alba die Betriebserlaubnis solange zu entziehen, bis Klarheit über die Brandursache besteht – und über weitere Mängel wie den Gestank, dem die Zollvereinsiedler über Wochen ausgesetzt waren.

Alle Parteien stimmten für diesen Beschlussvorschlag der SPD-Fraktion. „Es muss endlich eine Lösung mit dem Kreis als Genehmigungsbehörde geben, damit die Belästigungen und Probleme gestoppt werden“, forderte Juso-Chef Frederik Müller.

SPD sieht guten Ruf des Chemieparks in Gefahr

Die SPD sehe durch Alba auch den guten Ruf des Chemieparks in Gefahr, der sich immer um einen offenen und wertschätzenden Dialog mit den Nachbarn bemüht habe, ergänzte ihr Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel: Solange Alba die Anlage technisch nicht im Griff hat, sollte sie nicht mehr in Betrieb gehen.

Die Ansiedlung von Alba in der Nähe eines Wohngebiets sei von Anfang an eine falsche Entscheidung gewesen, kritisierte Siegfried Schönfeld, sachkundiger Bürger der Liste Wir für Marl. Auch an anderen Alba-Standorten habe es Beschwerden gegeben, das finde man seit Jahren im Internet. Die Kreisverwaltung, so Schönfeld, hätte von vornherein auf Schnelllauftoren bestehen müssen, die davor schützen, dass Gestank nach außen dringt.

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