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Erwin Gebauer vom Naturschutzbund, Hartmut Dreier, Peter Schmidt und Almuth Dreier (v.l.) von der Jahnwald-Initiative sehen sich das Ausmaß der Arbeiten an.

Gefahr für Spaziergänger

Baumarbeiten im Hülser Jahnwald alarmieren Naturschützer - Das steckt dahinter

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Der Krach von Motorsägen an der Droste-Hülshoff-Straße alarmiert am Montagmorgen Naturschützer. Sie sehen Bäume im Jahnwald in Gefahr.

  • Am Montag waren im Jahnwald Motorsägen zu hören
  • Naturschützer versammelten sich an der Droste-Hülshoff-Straße
  • Die Stadt gab die Maßnahme in Auftrag

Am Montagmorgen holten Arbeiter mit Hubsteigern und Sägen totes Holz aus dem kleinen Wäldchen am Jahn-Stadion in Hüls. Bei einigen Bürgern war die Aufregung deswegen groß. „Keine Ahnung, ob die Aktion genehmigt ist. Fakt ist aber, dass momentan Brutzeit ist. Dann dürfen die doch eigentlich gar nicht arbeiten“, mokiert sich Hartmut Dreier, der sich in der Bürgerinitiative (BI) engagiert, die sich für den Erhalt des Jahnwaldes einsetzt.

Die Aktion fand tatsächlich im Auftrag der Stadt statt. „Wir haben bei unseren turnusgemäßen Begehungen viele abgestorbene Äste und Zweige in den Kronen der Bäume bemerkt“, so Stadtsprecher Daniel Rustemeyer auf Nachfrage unserer Zeitung.

Marl: Totes Holz gefährdet Spaziergänger

Das Totholz müsse entfernt werden, so Rustemeyer, weil sonst die Gefahr bestünde, dass die Äste herunterfallen und Spaziergänger gefährden könnten. Die langen Trockenphasen in den letzten Jahren hätten den Bäumen schwer zugesetzt. „Da wir für die Verkehrssicherungspflicht zuständig sind, müssen wir die Gefahrenstellen beseitigen“, erläutert der Stadtsprecher. In solchen Fällen müsse man auch auf die Brutzeiten von Vögeln keine Rücksicht nehmen.

Arbeiten in Marl dauern an

Wie die Stadt mitteilt, werden die Arbeiten noch ein paar Tage dauern. Sie finden vor allem entlang der Otto-Hue-Straße statt. Erwin Gebauer vom Naturschutzbund und Peter Schmidt von der Bürgerinitiative Jahnwald waren am Morgen ebenfalls vor Ort, um sich das Ausmaß anzuschauen. „Die Arbeiter haben von rund 100 Bäumen gesprochen, an denen Totholz entfernt werden soll“, so Schmidt. Er hofft nun, dass die Arbeiter vorsichtig sind, wenn sie Nester sehen, in denen Vögel brüten. „Das haben sie mir versprochen.“

Der Streit um ein geplantes Wohngebiet am Jahn-Stadion sorgt schon länger für Diskussion.

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