Je schwerer und umfangreicher Drohnen ausgestattet sind, desto mehr Kenntnisse müssen die Piloten nachweisen – das ist der Risiko-Ansatz der neuen EU-Richtlinien.
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Je schwerer und umfangreicher Drohnen ausgestattet sind, desto mehr Kenntnisse müssen die Piloten nachweisen – das ist der Risiko-Ansatz der neuen EU-Richtlinien.

Maximal-Flughöhe 120 Meter

Neue Richtlinien für Drohnenbesitzer - welche roten Zonen in Marl tabu sind

  • Heinz-Peter Mohr
    vonHeinz-Peter Mohr
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Für Drohnenbesitzer gelten seit diesem Jahr neue EU-Richtlinien. In Marl gibt es festgelegte Zonen, über die sie nicht fliegen dürfen.

Seit Freddy Schoknecht seine Drohne steigen lässt, sieht er Marl aus neuer Perspektive. Der Haustechniker aus der Silvertsiedlung teilt sein Hobby mit Bekannten und Freunden. Sie treffen sich am Kanal, lassen dort ihre Flugobjekte kreisen. Mit der integrierten Kamera macht Schoknecht Panoramafotos von Natur und Landschaft: „Wenn ich einen Sonnenuntergang mit der Drohne fotografiere, bekomme ich einen anderen Blick für Marl.“

Seit diesem Jahr stellen sich Freddy Schoknecht und andere Drohnenbesitzer auf neue EU-Richtlinien ein. Für einige Modelle müssen sie jetzt einen „Führerschein“ machen: den EU-Kompetenznachweis. Das Luftfahrt-Bundesamt bietet Training und Prüfung dazu online an. Bei schweren Geräten wird sogar ein Fernpilotenzeugnis verlangt. Nur für Drohnen, die leichter als ein Viertelkilo sind, ist bis Ende nächsten Jahres kein Führerschein erforderlich. Empfohlen wird aber auch hier ein Onlinetraining.

Rote Zonen in Marl

Alle Fluggeräte werden in verschiedene Kategorien eingeteilt. Je nach Modell müssen die Besitzer diverse Kenntnisnachweise vorlegen und sich nach der deutschen Luftverordnung oder EU-Regeln richten. „Es ist komplizierter geworden“, kommentiert Freddy Schoknecht die Neuordnung: „Gut finde ich, dass Hobbyflieger jetzt mehr Sicherheit haben, was sie dürfen und was nicht. Aber man darf sich nicht in zu viele Paragrafen verrennen. Das könnte viele abschrecken.“

Wo man fliegen darf, zeigt die App DrohnIQ der Deutschen Flugsicherung und der Deutschen Telekom. Menschenmengen und Naturschutzgebiete dürfen nicht direkt überflogen werden. Die maximale Flughöhe für die meisten Modelle beträgt 120 Meter. Die Bezirksregierung ahndet Verstöße mit Bußgeldern zwischen 100 und 600 Euro. Rote Zonen in Marl sind zum Beispiel Paracelsus-Klinik und Marien-Hospital, der Chemiepark, der Marler Stern und das Naturschutzgebiet Die Burg.

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