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Bibliotheksleiterin Marianne Brauckmann verlässt den Dienst der Stadt Marl und wechselt Ende Januar in den vorzeitigen Ruhestand.

Abgänge erzeugen Lücken

Zwei Führungskräfte verlassen Marls Kulturverwaltung

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MARL - Nach Stefanie Dobberke kündigte auch die städtische Bibliothekschefin Marianne Brauckmann. Sie geht Ende Januar in den Ruhestand.

Gerade sind zwei Führungspositionen mit Sozialdezernentin Claudia Schwidrik-Grebe und der Gleichstellungsbeauftragten Kim-Karina Bönte neu besetzt worden, da geht die Suche nach Führungspersonal weiter. Ausgerechnet in einer Zeit der Umzüge und Umbrüche verliert die Stadt zwei Spitzenkräfte der Kulturverwaltung. Nach Stefanie Dobberke, Kulturamts- und insel-Volkshochschulleiterin in einer Person, kündigte auch die Leiterin der insel-Bibliothek, Marianne Brauckmann, ihren Vertrag mit der Stadt.

Marianne Brauckmann (62) wird Ende Januar in den Ruhestand gehen und dann freiberuflich weibliche Führungskräfte coachen. Im August 2015 übernahm sie die Leitung der Marler Stadtbibliothek – zuvor hatte sie sieben Jahre lang die städtische Bibliothek in Konstanz am Bodensee geführt und dort mit ihrem Team die Nutzerzahl von 120 000 auf 230 000 fast verdoppelt. Ihr Ziel war es von Anfang an, auch die schmucklose Marler Stadtbibliothek zum lebendigen Treffpunkt zu machen. Marianne Brauckmann weitete die Öffnungszeiten aus, schaffte eine Sitzecke zum Chillen an, neue PC und Computerspiele. Grelle oder defekte Neon-Röhren wurden durch LED-Leuchten ersetzt. Die Zahl der Bücher und Medien steigerte sie von 56 000 auf mehr als 70.000.

Wechsel nach Münster

Stefanie Dobberke (44), bleibt bis Ende März Leiterin des Kulturamts und der Volkshochschule. Dann wechselt sie als Leiterin zur Stadtbücherei Münster (wir berichteten). Die Bücherei ist ein eigenes Amt der Stadt Münster. 2014 hatte Diplom-Pädagogin Dobberke die Leitung der Volkshochschule Marl übernommen, seit zwei Jahren führt sie auch das Amt für Kultur und Weiterbildung. „Dringenden Handlungsbedarf bei der Stellenbesetzung gibt es trotzdem nicht“, betont Bürgermeister Werner Arndt. Ob die Nachfolge wieder mit einer Doppelfunktion – 50 Prozent Kulturamt, 50 Prozent VHS – besetzt wird, stehe noch nicht fest. Der Weggang der beiden erfahrenen Kräfte reißt eine große Lücke in die Marler Kulturverwaltung, auf die nach dem Umzug der VHS vom Riegelhaus am Marler Stern zur Wiesenstraße in Drewer neue Herausforderungen warten: Das ehemalige Schulgebäude an der Kampstraße als „Marschalle 66“ soll sich mit Stadtbücherei und das Skulpturenmuseum in einen Treffpunkt für die Kultur verwandeln.

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