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20 Frauen der Yunus Emre Moschee bereiteten wie im letzten Jahr das Büfett für das Abrahamsfest vor. Beyza Kocyigit, Hasibe Koc, Betül Kocyigit, Melike Bülbül und Gönül Saglam (v. l.) präsentieren die Köstlichkeiten.

Abrahamsgastmahl im Rathaus

Die offene Stadt feiert am Büfett

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MARL - Kinder stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt beim Abrahamsfest. So waren unter den gut 300 Besuchern beim großen Abrahamsgastmahl im Rathaus auch viele kleine Gäste.

Das wünscht man sich öfter in diesen Tagen: Gut 300 Menschen aus vielen Kulturen – Christen, Juden und Muslime, auch viele Flüchtlinge – feierten ein Fest im Rathaus, tauschten sich am Büfett bei Pide mit Gehacktem, Käse, frischem Gemüse und Obst aus. Das Abrahams-Gastmahl brachte sie zusammen. Es ist der krönende Abschluss des 18. Abrahamsfestes, das Menschen der drei Religionen seit September miteinander feierten.

Viele Aktionen stellten die Kinder in den Mittelpunkt – Sie bestimmten auch das Programm im Rathaus. Der Chor von St. Michael, die Gummibärenbande, die Kulturmäuse, Kinder des deutsch-russischen Kulturvereins Raduga, der Moschee-Gemeinden und der jüdischen Gemeinde tanzten, sangen und ernteten viel Applaus. So mancher Gast kam ungeplant: „Mein Patenkind Noel hat mich eben spontan eingeladen, weil er hier tanzt. Was hier gezeigt wird, ist ein großes Geheimnis“, erzählte Jutta Oppermann aus Brassert. Auch Ludmila Cebotari wollte die Aufführung ihrer Tochter Daniela von Raduga nicht verpassen.

Gäste bringen Friedenssymbole mit

Viele Ehrengäste und Förderer, darunter die Stadtplakettenträger Brigitte Kluth und Dr. Frederico Engel, brachten Friedenssymbole mit. „Es ist so schön bunt. Die Dekoration lassen wir für die Ratssitzung hängen“, sagte Bürgermeister Werner Arndt – wohl auch, weil auf den Transparenten in bunten Lettern „Aufeinander zugehen“ stand. Arndt bekannte, angesichts der zuletzt scharfen Debatte um die Yunus Emre Moschee wünsche er sich eine offene Stadtgesellschaft, in der Anhänger aller Religionen sowie Atheisten ihren Glauben und Unglauben leben können.

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