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Freuen sich schon auf den Tag der offenen Tür zum 25-jährigen Bestehen des ADFC (v.l.): Klaus Philipp, Volkhard Müller, Rudolf Brindöpke und Uwe Bernstein.

ADFC wird 25 Jahre alt

Schieben war gestern

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MARL - Neue Fahrräder, E-Bikes, Radeln mit dem GPS-Gerät, neue Vorschriften in der Straßenverkehrsordnung, Sicherheit im Straßenverkehr... Die Liste mit Themen, um die sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) kümmert, ist lang. Im August feiert der ADFC-Kreisverband mit Sitz in Marl sein 25-jähriges Bestehen – und pünktlich dazu präsentiert der ADFC unter dem Motto „Schieben war gestern“ ein neues Produkt: die ADFC-Pannenhilfe.

Sie funktioniert ähnlich wie die Pannenhilfe des ADAC, greift aber nicht bei Kleinigkeiten, zum Beispiel wie bei einem normalen Plattfuß. „Bei größeren Schäden, die unterwegs nicht mehr selbst repariert werden können, kann der Radler eine Hotline anrufen und Hilfe anfordern“, sagt Volkhard Müller, Vorsitzender des ADFC-Kreisverbandes, im Gespräch mit der Redaktion.

Informationen über die Pannenhilfe (das Basispaket ist im ADFC-Mitgliedsbeitrag enthalten), aber auch über viele Themen und Serviceleistungen des Fahrrad-Clubs, gibt es zum 25. Geburtstag des ADFC bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 28. August, an der ADFC-Geschäftsstelle, Barkhausstraße 30. Dann gibt es vielleicht schon die ersten Erfahrungswerte über die neue Pannenhilfe, an der sich nach Angaben des ADFC auch lokale Fahrradhändler beteiligen. „Die Erprobungsphase ist gerade angelaufen“, sagt Uwe Bernstein, 2. Vorsitzender.

Bessere Radwege

„Wir wollen uns in die Radverkehrspolitik einmischen und das Fahrradfahren fördern.“ Diesen vor 25 Jahren gefassten Leitspruch verfolgen die allesamt ehrenamtlich tätigen ADFC-Aktiven auch heute noch. Ziel bleibe es, mit Rat und Tat dafür zu sorgen, dass der Radler ein gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer ist und im Straßenverkehr ordentliche Bedingungen vorfindet, sagt Volkhard Müller. Deshalb setzen sich die ADFC-Aktiven auch weiter dafür ein, dass Marl fahrradfreundlich und wieder Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der fahrradfreundlichen Städte in NRW wird. Weil das städtische Engagement unter anderem wegen Personalnot eingeschlafen war, flog die Stadt Marl vor zwei Jahren aus der Gemeinschaft raus.

Doch die ADFC-Aktiven ließen sich dadurch nicht entmutigen und engagieren sich weiter. „Wir müssen nun die Bedingungen schaffen, dass wir wieder Mitglied der Gemeinschaft werden – und was noch wichtiger ist, dass der Rad- und Fußgängerverkehr weiter in den Fokus gerückt wird“, sagt Klaus Philipp, Sprecher beim ADFC.

Zu tun gibt es viel in Marl. Die ADFC-Aktiven nennen Beispiele: 1. Überprüfung der Radwegebenutzungspflicht, das heißt: Wenn Radwege zu schmal und schlecht sind, müsse überprüft werden, ob der Radler nicht auf der Fahrbahn besser aufgehoben ist. 2. Verbesserung zahlreicher Radwege (zum Beispiel an der Schachtstraße), 3. Schaffung sicherer Querungsmöglichkeiten (Ampel, Zebrastreifen, Verkehrsinsel). 4. vernünftige Abstellplätze für Fahrräder.

Froh sind die ADFC-Aktiven, dass es mittlerweile wieder eine Arbeitsgruppe bei der Stadt gibt, in der auch der ADFC mitarbeitet. „Positiv ist auch, dass wir beim neuen Verkehrsentwicklungsplan mitwirken können, der jahrelang nicht fortgeschrieben wurde“, sagt ADFC-Ehrenvorsitzender und Gründungsmitglied Rudolf Brindöpke.

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