Anmeldezahlen

An der WBG entscheidet das Los

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MARL - 46 Viertklässler, die nach den Sommerferien am liebsten die Willy-Brandt-Gesamtschule besucht hätten, haben dort keinen Platz bekommen. „Das tut uns ausgesprochen leid, aber mehr als 145 Kinder können wir nicht annehmen. Mehr Platz haben wir nicht“, sagt Schulleiter Theo Sylla auf Nachfrage unserer Zeitung.

605 Kinder wechseln zum neuen Schuljahr auf eine weiterführende Schule (Vorjahr: 620 Fünftklässler). Aktuell meldet die Stadtverwaltung 140 angemeldete Schüler an der WBG, darunter sind 15 Plätze für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Da Theo Sylla in diesem Bereich noch mit fünf Nachmeldungen rechnet, geht er von letztlich 145 Fünftklässlern aus (146 waren es im Vorjahr).

Das Los habe entschieden, welche Viertklässler aufgenommen werden, erklärt der Schulleiter. „Anders kann man das nicht gerecht lösen“, betont They Sylla und beschreibt das Verfahren: „Wir haben den Median der Durchschnittsnoten ermittelt. Alle, die oberhalb dieses Mittelwerts lagen, waren in einem Lostopf, alle, die darunter lagen, waren in dem anderen. So trifft es gute wie schwächere Schüler gleichermaßen.“

Viel Ärger unter Eltern

Kinder, die kein Losglück hatten, seien dann nach Rücksprache mit den Eltern an ihre Zweitwunschschule vermittelt worden. „Natürlich gibt es da viel Ärger unter den Eltern. Das ist vollkommen verständlich. Denn es kann auch Kinder treffen, die schon Geschwisterkinder hier haben oder die direkt gegenüber der Schule wohnen. Diese Fälle gibt es immer“, sagt Theo Sylla. Ein Teil der abgewiesenen Kinder wird zum Beispiel die fünfte Klasse der Martin-Luther-King-Schule besuchen. Hier gibt es nun insgesamt 125 Anmeldungen (Vorjahr: 141). „Wir sind zufrieden, denn der neue Jahrgang ist kleiner als der alte. Zudem sind die Gymnasien durch die Umstellung auf G9 für viele Familien auch wieder in die Auswahl gekommen“, mutmaßt Dr. Franka Christen, stellvertretende Schulleiterin an der MLK. In Hüls werden neun Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf angenommen.

Gute Lernbedingungen

Auch die Ernst-Immel-Realschule nimmt neun Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf und kommt auf 87 Anmeldungen (Vorjahr: 84). Die Kinder werden auf drei Klassen verteilt. Das Gymnasium im Loekamp nimmt 107 Kinder auf (Vorjahr 114). „Die Zahl unterliegt den normalen Schwankungen und passt zum Trend der letzten Jahre“, ordnet Schulleiter Marc Brode ein. So könnten vier kleine Klassen mit guten Lernbedingungen gebildet werden – davon profitierten sicherlich auch elf Flüchtlingskinder, die integrativ beschult werden. „Für sie wird es anfangs noch viel Sprachförderung geben, daher passt das wirklich gut“, sagt der Schulleiter.

Am Albert-Schweitzer-Geschwister-Scholl-Gymnasium starten 115 Kinder (Vorjahr: 117). Positiv sieht es für die Hauptschule aus (wir berichteten). Inzwischen sind 17 Schüler angemeldet. „Wir wollen die Hauptschule erhalten und auch hier eine Eingangsklasse bilden. Mit der Bezirksregierung laufen daher noch Gespräche“, so Daniel Rustemeyer von der Pressestelle der Stadt. 98 Schüler wurden in umliegenden Städten angemeldet (Vorjahr: 111). 14 Kinder sind noch nicht angemeldet.

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