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Seit Jahren ist der Frischmarkt Schober an der Holbeinstraße geschlossen. Jetzt gibt es Baupläne für das Gelände.

Anwohner haben Bedenken

Bauprojekt sorgt für starken Gegenwind

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MARL - An der Holbeinstraße sollen Mehrfamilienhäuser und ein Kindergarten entstehen.

So viel Gegenwind hatten die Vertreter der Bauverwaltung und des Planungsbüros nicht erwartet. In der Mensa der Heinrich-Kielhorn-Schule machten Bürger am Donnerstagabend ihrem Unmut über geplante Wohnanlagen auf dem Gelände des leer stehenden Frischmarkts und einer weiteren Brachfläche an der Holbeinstraße Luft. Es gab viel Wut gegen die Stadtverwaltung, gegen Benjamin Sieber vom Architektenbüro Gerber und Waldemar Jasinski von der Investorengruppe Astelius AG mit Sitz in Zürich.

Mehrfamilienhäuser plus Kindergarten

Geplant sind im derzeit vorliegenden Entwurf aber drei Mehrfamilienhäuser plus Kindergarten auf dem Gelände des Frischmarkts im Bereich Riegestraße/Holbeinstraße – jeweils zweigeschossig mit zusätzlichen Staffelgeschossen auf den drei Wohngebäuden. 49 Wohneinheiten sind hier im Entwurf. Auf einem weiteren Brachgelände an der Holbeinstraße ist ein Mehrfamilienhaus mit 22 Wohneinheiten vorgesehen. Jeweils 80 bis 100 Quadratmeter sollen die Wohnungen haben. Pro Wohneinheit werden 1,5 Stellplätze in Tiefgaragen gebaut – so der Entwurf. „Viel zu wenig“, kritisieren Anwohner. Schon jetzt sei das Park-Chaos groß. Durch städtische Planungen zur Verkehrsberuhigung werde die Zahl der Parkmöglichkeiten sogar noch reduziert, während der Bedarf an Parkraum durch die zum Kindergarten anfahrenden Eltern sogar noch ansteige.

Die Planer hatten einige Mühe, ihre Vorstellungen von der möglichen künftigen Bebauung in die Runde zu bringen. „Warum muss hier überhaupt ein Kindergarten gebaut werden?“, wollte ein Anwohner wissen. Nach dem spontanen Aufruf aus dem Publikum: „Wer ist dagegen, dass hier überhaupt gebaut wird?“, gingen zahlreiche Finger in die Höhe.

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