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Damals und heute: Ivan Köves‘ Tochter Ariana posierte als Kind vor den Hügelhäusern.

Ausstellung begeistert Besucher

Reise in Marls Vergangenheit

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MARL - In der Rathausgalerie sind jetzt 48 Fotos von Ivan Köves zu sehen. Sie dokumentieren die Entwicklung der Stadt.

Bei der Eröffnung der Ausstellung „Ivan Köves – Marl – Tradition und Aufbruch in die Moderne“ stehen die Besucher dicht gedrängt in der Rathausgalerie. „So etwas hätte mein Vater nie erwartet, darauf wäre er wahnsinnig stolz gewesen“, sagt seine Tochter Ariana Köves. Anlass für die gut gefüllte Rathausgalerie ist eine Ausstellung mit Fotos des Ungarn Ivan Köves (1926-2015). Nach seiner Flucht in den Westen im Jahr 1956 zog der Musiker und Mitbegründer des Orchesters Philharmonia Hungarica 1960 nach Marl. In der damals aufstrebenden Stadt fotografierte er unter anderem die Entstehung des Rathauses oder der Hügelhäuser.

Die Ausstellung zeigt 48 zuvor unveröffentlichte Fotos. Sie vermitteln einen Einblick in eine Zeit, als Marl noch stark von Kohle und Chemie geprägt war. „Die Ausstellung hat für mich auch einen zeitgeschichtlichen Charakter und lässt sich gut unter dem Begriff ‚Heimat‘ betrachten“, sagt Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums. Einer der Initiatoren der Ausstellung ist Heino Haumann vom Freundeskreis Habakuk, der das Skulpturenmuseum unterstützt. „Ich habe Georg Elben knapp drei Jahre lang mit der Idee dazu gelöchert. Dadurch entstand auch der Kontakt zu Thomas Rehbein, der mit seiner Galerie den Köves-Nachlass verwaltet“, erklärt Heino Haumann.

Tausende Bilder sind noch unveröffentlicht

Neben den ausgestellten Fotografien schlummern in den Archiven offenbar noch viele Arbeiten des Künstlers. „Ich habe noch Tausende gut sortierte Bilder in meiner Wohnung in Ungarn“, sagt Ariana Köves. Ob die zukünftig ebenfalls ausgestellt werden, bleibt aber offen. Wie Ariana Köves stand übrigens auch ihr Jugendfreund Thomas Rehbein früher oft „Modell“ für Ivan Köves. Als Georg Elben den Gästen in seiner Eröffnungsrede verrät, dass eins der Kinder auf einem der Bilder Thomas Rehbein ist, gibt es spontanen Beifall und strahlende Gesichter im Saal. Und einen verschmitzt grinsenden Thomas Rehbein. Die Ausstellung ist bis zum 5. Mai in der Rathausgalerie zu sehen. Öffnungszeiten: Mo-Di 8-16 Uhr, Do 8-18 Uhr, Mi+Fr 8-12.30 Uhr. Eintritt frei.

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