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Georg Elben, Leiter des Skulpturenmuseums, zeigt die Fotos von Ivan Köves, die im Rathaus ausgestellt sind. Foto: Julia Grunschel

Ausstellung im Rathaus

Marls Blütezeit auf 48 Köves-Fotos

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MARL - Das großformatige Schwimmer-Bild (bekannt als Fotofresko mit dem Titel „Best-Zeit-Story“) von Ivan Köves dürften die meisten Marler kennen: Entweder von früher aus der Milchbar des abgerissenen Hallenbades oder von heute aus dem Guido-Heiland-Bad im Alt-Marler Volkspark.

Dass Ivan Köves in den 1960er-Jahren Marls Aufbruch in die Moderne fotografisch festgehalten hat, wissen dagegen längst nicht alle Marler. 48 bisher unveröffentlichte Fotografien des ungarischen Exil-Musikers und Chronisten sind ab dem morgigen Sonntag, 10. März, in der Rathaus-Galerie zu sehen.

Georg Elben, Leiter des Skulpturenmuseums, hat die Ausstellung mit Heino Haumann, Mitglied des Habakuk-Freundeskreises, sowie Sylvia und Thomas Rehbein vorbereitet. Letzterer kennt Ivan Köves‘ Töchter Ariana aus Kindertagen in Marl, hat eine Galerie in Köln und verwaltet den künstlerischen Nachlass von Ivan Köves. „Thomas und Ariana sind auf einigen Fotos sogar zu sehen“, erklärt Georg Elben bei der Vorabbesichtigung. Etwa die Hälfte der Bilder zeigt die Entstehung des Stadtmittelpunkts auf der grünen Wiese, aber auch die bäuerlichen Ränder der aufstrebenden Stadt in ihrer Blütezeit – und das aus absolut ungewöhnlichen Perspektiven.

Wer erkennt sich wieder?

Dazu kommen ungefähr genauso viele Bilder, auf denen Ivan Köves Zeitgeschichte und -geschehen festgehalten hat. So ist der damalige Bürgermeister Rudolf Heiland bei einer Ehrung zu sehen, wieder andere Bilder zeigen typische Szenen des Ruhrgebiets: einen Mann, der im Winter Kohle von der Straße schippt. Zehn weitere Fotos sind künstlerischer Natur.

„Bei vielen Fotos kennen wir heute die Geschichte oder die Gesichter darauf nicht mehr. Ich bin mir sicher, dass uns ältere Marler, die die Bilder sehen, mehr zu den Hintergründen erzählen können“, sagt Georg Elben und lädt explizit alle ein, die an diesem Stück Stadtgeschichte interessiert sind, morgen zur Eröffnung um 12 Uhr ins Rathaus zu kommen.

Die zu verkaufenden Bilder hängen bis zum 5. Mai im Rathaus. Für 5 Euro gibt es einen Katalog.

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