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Beamte kontrollieren Radfahrer

Pedelecfahrer machen der Polizei Sorgen

MARL - Die Zahl der Radfahrunfälle ist seit Jahren ein Dauerthema in Marl. Die Stadt gehört zu den Kommunen mit überdurchschnittlich hohen Unfallzahlen in diesem Bereich.

Die Zahl der Radfahrunfälle ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 12 auf 83 gestiegen. Deshalb gab es erneut eine groß angelegte Präventions-Aktion der Polizei in Marl sowie in den Städten Recklinghausen, Dorsten und Datteln. Im Fokus standen dabei vor allem E-Bikes und Pedelecs.

Denn deren Zahl steigt stetig und das bereitet der Polizei Sorgen. Im Jahr 2018 verunglückten im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums Recklinghausen 682 Radfahrer (601 im Jahr 2017), 79 davon waren Pedelec-Fahrer. Das waren 47 mehr als 2017. „Dieser Entwicklung begegnen wir durch Prävention und Kontrollen und beziehen da alle Verkehrsteilnehmer ein“, sagt Einsatzleiter Josef Vollmer. Die Beamten kontrollierten nicht nur, ob Fahrräder und Pedelecs verkehrssicher waren und die Fahrer sich richtig im Straßenverkehr verhielten. Wie Einsatzleiter Josef Vollmer sagt, war es ebenfalls wichtig, auch bei Auto- und Lkw-Fahrern darauf zu achten, ob diese Rad- oder Pedelec-Fahrer gefährden.

Und so fällt die Bilanz der Polizei nach dem Kontrolltag in den vier Städten aus: Es wurden 301 Fahrräder, 25 Pedelecs, 1 S-Pedelec, 42 Pkw sowie ein Lkw kontrolliert. Es gab elf Ordnungswidrigkeiten und 84 Verwarngelder, weil sich die Fahrer nicht an die Verkehrsregeln gehalten hatten. Viermal schrieb die Polizei eine Anzeige. Ein Fahrer war ohne Führerschein unterwegs, ein anderer nahm es mit der Pflichtversicherung nicht so ernst und zwei hatten Drogen bei sich.

Geschwindigkeit ist wichtiger Faktor

Über die Maßnahmen zum Kontrolltag hinaus ist es der Polizei wichtig, auf Szenarien aufmerksam zu machen, bei denen es zu Unfällen mit E-Bike- und Pedelec-Fahrern kommen kann. Geschwindigkeit ist ein wichtiger Faktor, wie Einsatzleiter Josef Vollmer sagt. „E-Bikes erreichen je nach Modell bis zu 45 km/h, Pedelecs sind bis zu 25 km/h schnell. Das sind Risiken, die im Verkehr leicht unterschätzt werden oder zu Missverständnissen führen können, beispielsweise beim Abbiegen“, so Vollmer.

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