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Die Feuerwehr zeigte auf dem Creiler Platz spannende Übungen. Foto: Ralf Deinl

Beim Rathaus-Tag

Spannende Übungen und interessante Einblicke

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MARL - 1936 wurde Marl offiziell zur Stadt ernannt. Das liegt inzwischen 80 Jahre zurück. Weil runde Geburtstage immer ein Grund für große Feten sind, fand am Samstag ein buntes Fest rund um das Rathaus statt. Bei strahlendem Sonnenschein und vielen tollen Aktionen feierten Marler den 80. Geburtstag hier gemeinsam.

Das Fest stand ganz im Zeichen der Entdeckungen. So konnten Leseratten in der Kinder- und Jugendbücherei Türmchen neue Bücher aufstöbern und gemeinsam singen. Im Rathaus hatten die Besucher die Möglichkeit, die Sitzungssäle und das Trauzimmer zu besichtigen. Hier erfuhren sie Wissenswertes über die Stadtverwaltung, Ausbildungs- und Kulturangebote. Ein Höhepunkt waren die Führungen durch das Rathaus. Hier konnten die Gäste nicht nur den Sitzungstrakt, sondern auch die unterirdischen Räume des Gebäudes erkunden, die ihnen normalerweise verborgen bleiben. Friedrich Baumann von der Unteren Denkmalbehörde führte die neugierigen Marler durch die Katakomben des Rathauses, erklärte ihnen den Aufbau des Gebäudes und zeigte, wo und wie so ein Haus eigentlich beheizt wird.

Auch auf dem Creiler Platz gab es ein buntes Programm, bei dem es jede Menge zu entdecken gab: Wer schon immer einmal wissen wollte, wie die Radarkontrolle des Ordnungsamtes funktioniert, war bei Christian Klecha und seinen Kollegen genau richtig. Das Team hatte ein Auto mitgebracht, in dem ein „Blitzer“ eingebaut ist. Auch die Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofes waren mit verschiedenen Fahrzeugen vor Ort, die neugierige Besucher gerne ansehen durften. Höhenrettung am Turm

Für die kleinen Besucher hatten die Mitarbeiter vom MaKi-Mobil jede Menge Spiele, Bastel- und Bewegungsaktionen mitgebracht.

Richtig spannend wurde es bei den Aktionen der Feuerwehr. Die Höhenretter aus dem Kreis Recklinghausen demonstrierten eine Rettung aus rund 40 Metern Höhe vom Rathausturm. Bei der Übung war Doris Fobo mittendrin: Sie mimte die verletzte Person, die vom ausgebildeten Höhenretter Jens Schiebort mit einem Seil aus dem Gebäude gebracht wurde. Für die Gelsenkirchenerin war das ein aufregendes Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen wird.

Die Mitglieder der Brandwache zeigten außerdem, wie sie eingeklemmte Personen nach einem Autounfall aus ihrem Wagen befreien. Nina Dolega schlüpfte in die Rolle der verletzten Fahrerin. Die Kameraden der Feuerwehr entfernten vorsichtig die Frontscheibe und schnitten die Autotüren auf, um Nina Dolega zu bergen. Dieses Spektakel ließen sich die Besucher auf dem Creiler Platz natürlich nicht entgehen. „Es ist spannend zu sehen, wie die Feuerwehr im Ernstfall arbeitet“, erzählte Josephine Ewert. Die 14-Jährige interessierte sich sehr für die Arbeit der Brandschützer. Beim Erste-Hilfe-Training zeigte sie, dass sie einen bewusstlosen Menschen wiederbeleben kann. „Ich finde es wichtig, dass man regelmäßig übt, um jemandem helfen zu können.“

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