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Im Paketzentrum lädt ein Mitarbeiter von Hermes die Pakete auf ein Förderband.

Beschwerden über Paketdienste

Wenn das Weihnachtsgeschenk in der Mülltonne landet

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MARL - Lieferanten haben vor den Feiertagen viel zu tun. Beschwerden auf unserer Facebook-Seite zeigen aber, dass einige Zusteller in ihrem harten Job merkwürdige Methoden anwenden.

Allein in der DHL-Basis Dorsten werden täglich bis zu einer halben Million Sendungen bearbeitet. Mit der Zahl der Pakete steigen die Beschwerden der Kunden. Die Mehrzahl unserer Facebook-Nutzer spricht ihren Zustellern, die bis in den Abend unterwegs sind, ein großes Lob aus. Aber es gibt auch Ärger: „Wir wohnen in einem Hochhaus. 80 Prozent der Fahrer schreiben eine Karte und klingeln nicht einmal“, schreibt Alex Stoper genervt. Facebook-Nutzerin Nicole Ha ärgert sich über einen Boten, der Päckchen vor die Haustür stellte, ohne zu klingeln – obwohl sie zu Hause war. „Mein Paket ist verschwunden. Niemand kann sagen, wo es ist. Bin echt sauer“, postete Anja Klinke.

In den letzten drei Jahren erreichten die Verbraucherzentralen bundesweit fast 33.000 Beschwerden über unkorrekt oder nicht zugestellte Pakete. Ärger gab es mit allen Diensten. Deshalb richteten die Verbraucherschützer, unterstützt vom Bundesjustizministerium, eine Seite ein auf der Geschädigte ihren Ärger loswerden und sich informieren können. Die Beschwerden werden an die Paketdienste weitergeleitet.

Unternehmen sprechen von Einzelfällen

Und was sagen die Unternehmen zu den Missständen? Sie sprechen von „Einzelfällen“: „Wir liefern Millionen Pakete aus, da ist es nur menschlich, wenn mal etwas nicht optimal läuft“, sagt Nadiya Lubnina vom Onlinehändler Amazon. Sie empfiehlt unzufriedenen Kunden, sich zu melden. „Wir gehen jeder Beschwerde nach.“ Annemarie Wiedicke von DPD bittet ebenfalls um Verständnis: „Grundsätzlich ist das Paketvolumen in den Wochen vor Weihnachten sehr hoch. Unsere Zusteller geben ihr Bestes, um alle Pakete rechtzeitig vor dem Fest zuzustellen.“ Das gelte genauso für die DHL-Fahrer, betont Post-Sprecher Rainer Ernzer. Mülltonnen seien tabu, Pakete vor die Tür zu stellen, natürlich auch. „Unsere Mitarbeiter sind angehalten, alles persönlich abzugeben.“ Allerdings räumt er ein: „Das klappt auch nicht immer hundertprozentig. Aber das ist nun mal ein Massengeschäft, da gehen Dinge schief…“

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