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Apothekerin Angela Skamiera schließt ihre Stern-Apotheke zum 31. Dezember. Im Einkaufszentrum kann man aber auch danach noch Rezepte einlösen. Angela Skamiera betreibt dort noch die Stern-Apotheke am Kaufland.

Betreiber hören auf

Zwei Apotheken weniger in Marl

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MARL - Mit der Stern-Apotheke mitten im Einkaufszentrum und der Fortuna-Apotheke an der Schillerstraße 102 schließen am 31. Dezember gleich zwei Pharmazeuten ihre Läden.

Angela Skamiera (62) ist im Marler Stern noch mit einer Apotheke vertreten. Sie betreibt Stern-Apotheke am Kaufland. „Wir konzentrieren uns nun auf diesen Standort“, sagt sie. Im Geschäftslokal von Günter Stock in Brassert gehen dagegen die Lichter komplett aus. „Am 1. Januar ist unsere Apotheke Geschichte“, so der 68-Jährige, der sich in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Die Fortuna-Apotheke wurde unter diesem Namen bereits 1963 gegründet. 1980 übernahm Günter Stock die Apotheke von seinem Vorgänger, betrieb sie seitdem ununterbrochen. „Ich habe mich bemüht, einen Nachfolger zu finden“, so der 68-Jährige. „Die Lage war denen vielleicht nicht ideal und die Umsatzgröße auch nicht“, so der Apotheker realistisch. Damit stand fest, dass das Geschäft aufgegeben wird.

Filiale wird zur Hauptstelle

1974 – mit der Einweihung des Marler Sterns – öffnete im Einkaufszentrum die Rathaus-Apotheke, die später in Stern-Apotheke umfirmiert wurde. Angela Skamiera ist dort seit 1984 beschäftigt, wagte 2002 den Schritt in die Selbstständigkeit und übernahm die Apotheke. Auch sie schließt das Geschäftslokal zum Jahresende, verlässt den Stern aber nicht so ganz. Schließlich gehört ihr noch die Stern-Apotheke am Kaufland ein paar Meter weiter. Zwei Apotheken auf so engem Raum, das habe sich am Ende nicht mehr rentiert, so Angela Skamiera. Die „Filiale“ wird nun zur Hauptstelle, alle Mitarbeiter, die mitgehen wollen, nimmt sie mit.

Durch die beiden Schließungen sieht Marls Apothekersprecher Peter Fiedler die Versorgungssicherheit der Bevölkerung aber nicht gefährdet. „Wir halten ja in fast jedem Stadtteil eine Apotheke vor“, so Fiedler. Die Gesamtsituation habe sich in Marl in den letzten Jahren aber massiv geändert. Fiedler: „1991 waren noch 31 Apotheken gemeldet, jetzt haben wir noch 19 und am 1. Januar nur noch 17.“ Das bedeute eine erhöhte Belastung der Inhaber und Teams. Fiedler: „Die Taktung der Notdienste wird sich erhöhen.“

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